PORAVER Blähglas ist eine leichte Gesteinskörnung gemäß DIN EN 13055 und kann zur Herstellung unterschiedlicher Leichtbetone eingesetzt werden. Durch seine geringe Rohdichte und seine Materialstruktur eignet sich PORAVER insbesondere für Rezepturen, bei denen geringes Gewicht und wärmedämmende Eigenschaften miteinander kombiniert werden sollen.

PORAVER kann als mineralische leichte Gesteinskörnung in unterschiedlichen Beton- und Baustoffrezepturen eingesetzt werden. Je nach Zusammensetzung und konstruktiver Auslegung lassen sich damit Leichtbetone mit unterschiedlichen Rohdichten, Festigkeiten und Wärmeleitfähigkeiten herstellen.

Bei entsprechend ausgelegten Wand- und Bauteilsystemen können wärmedämmende Leichtbetone dazu beitragen, konstruktive und wärmedämmende Funktionen miteinander zu verbinden. Ob zusätzliche Dämmmaßnahmen erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Bauteilaufbau und den zu erfüllenden Anforderungen ab.

Anwendungsgebiete für wärmedämmende Leichtbetone mit PORAVER

Mauern, Wände und thermische Trennungen

PORAVER verbindet eine geringe Schüttdichte mit für Leichtbetonanwendungen geeigneten mechanischen Eigenschaften. Abhängig von Rezeptur, Rohdichte und Bauteilauslegung können damit ein- und mehrschalige Wandaufbauten mit wärmedämmenden und konstruktiven Eigenschaften hergestellt werden.

Weitere Einsatzmöglichkeiten bestehen beispielsweise bei Rollladenkästen, Thermotrennsteinen sowie bei konstruktiven Lösungen zur thermischen Trennung von Fenster- und Türbereichen oder anderen Bauteilen. Die jeweils erreichbaren Eigenschaften sind vom vollständigen Baustoffsystem und dessen Auslegung abhängig.

Flachdächer und Zwischendecken

Gebundene PORAVER-Rezepturen können auch für geeignete Dämm- und Ausgleichsschichten eingesetzt werden. In Flachdachkonstruktionen sind beispielsweise gebundene Leichtbetone als wärmedämmende Schichten möglich.

In Zwischendecken kann gebundenes PORAVER unter anderem für Ausgleichsschichten zur Überdeckung von Rohrleitungen oder als Bestandteil des Bodenaufbaus verwendet werden.

Welche bauphysikalischen Anforderungen mit einem solchen Aufbau erfüllt werden können, muss für das jeweilige Bauteil und die eingesetzte Rezeptur bewertet werden.

Herstellung

Durch die Kombination unterschiedlicher PORAVER-Korngrößen lässt sich die Kornzusammensetzung an die Anforderungen der jeweiligen Leichtbetonrezeptur anpassen.

Mit geeigneten Rezepturen können Leichtbetone in unterschiedlichen Rohdichte- und Festigkeitsbereichen hergestellt werden. In untersuchten Rezepturen wurden Trockenrohdichten von etwa 270 bis 800 kg/m³ erreicht. Je nach Zusammensetzung wurden Wärmeleitfähigkeiten ab etwa 0,07 W/(m·K) beziehungsweise 28-Tage-Druckfestigkeiten von bis zu 13 N/mm² erzielt.

Diese Werte beziehen sich auf die jeweils untersuchten Rezepturen und Prüfbedingungen. Änderungen bei Bindemitteln, PORAVER-Korngrößen, Mischungsverhältnissen oder Verarbeitung können die Eigenschaften des Leichtbetons beeinflussen.

Mit PORAVER können sowohl haufwerksporige als auch gefügedichte Leichtbetonrezepturen entwickelt werden.

Richtrezepturen

Für unterschiedliche Leichtbetonanwendungen und Rohdichtebereiche stellt die PORAVER-Anwendungstechnik Richtrezepturen zur Verfügung und unterstützt bei der anwendungsspezifischen Rezepturentwicklung.

Die Richtrezepturen können über unser Kontaktformular angefragt werden.

Technische Eigenschaften und mögliche Vorteile von PORAVER

[*]geringe Rohdichte und damit Potenzial zur Gewichtsreduzierung
[*]niedrige Wärmeleitfähigkeit für wärmedämmende Rezepturen
[*]mineralischer und nicht brennbarer Werkstoff
[*]industriell hergestellte, definierte Korngrößen
[*]unterschiedliche Korngrößen zur Anpassung der Rezeptur
[*]für den enthaltenen Glasanteil wird ausschließlich Recyclingglas verwendet

Die tatsächlich im Endprodukt erzielten Eigenschaften hängen von der jeweiligen Rezeptur, Verarbeitung und Bauteilauslegung ab.

Anwendungsbeispiele

[*]monolithische und mehrschalige Wandaufbauten
[*]thermische Trennungen an Bauteilen
[*]Rollladenkästen
[*]Thermotrennsteine
[*]haufwerksporige, gebundene Dämmschichten für Flachdächer
[*]gebundene Ausgleichsschichten zur Überdeckung von Rohrleitungen
[*]wärmedämmende Schichten in Bodenaufbauten

Hinweis zur Aktualisierung: Dieser Beitrag wurde im September 2026 inhaltlich überarbeitet. Dabei wurden insbesondere allgemeine Aussagen zu Wärmedämmung, Festigkeit, Nachhaltigkeit und möglichen Bauteileigenschaften präzisiert und stärker auf die jeweilige Rezeptur, Anwendung und die entsprechenden Prüfbedingungen bezogen. Zudem wurde der Normverweis auf DIN EN 13055 aktualisiert.

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