Für .NET 9 hat Microsoft die Laufzeit schon einmal verlängert. Im September 2025 hob der Hersteller den Support für Versionen mit Standard Term Support (STS) von 18 auf 24 Monate an. Aus dem 12. Mai 2026 wurde so der 10. November 2026. Eine weitere Verlängerung hat Microsoft nicht angekündigt, eine kostenpflichtige Variante gibt es für .NET nicht. Die unabhängige Lizenzberatung ProLicense ordnet ein, welche Wege Unternehmen nach dem Stichtag bleiben.
Warum es für .NET 9 keinen Extended Support gibt
STS-Versionen sind bei Microsoft als Zwischenstufen angelegt. Nach der neuen Regel erhalten sie zwölf Monate Support über das Erscheinen ihrer Nachfolgerin hinaus. Die Nachfolgerin .NET 10 erschien am 11. November 2025 und wird als LTS-Version bis November 2028 unterstützt. Aus Sicht von Microsoft hatten .NET-9-Nutzer damit ein Jahr Zeit für den Wechsel. Extended Security Updates, wie Microsoft sie für Windows 10 gegen Gebühr anbietet, sieht das Supportmodell von .NET nicht vor.
Sicherheitspatches für .NET 9 nach End of Life
Wer den Wechsel bis zum Stichtag nicht schafft, kann die Sicherheitsupdates über eine Drittsupport-Vereinbarung weiter beziehen. ProLicense liefert als Partner von HeroDevs in der DACH-Region den Never-Ending Support (NES) für .NET 9. Er umfasst nach Angaben von HeroDevs die .NET-Laufzeit, das SDK, ASP.NET und Entity Framework sowie WPF und WinForms. Die IT tauscht die abgekündigte Version gegen eine weiter gepflegte Fassung desselben Stands, der Programmcode bleibt unverändert. Die Korrekturen erscheinen an denselben Patchtagen wie die von Microsoft, die Reaktionszeiten regelt ein Service Level Agreement.
Was der Supportvertrag regeln sollte
Für Prüfer zählt der Nachweis. Ein Drittsupport-Vertrag sollte deshalb Produkt und Version ausdrücklich benennen, den Rhythmus der Sicherheitsupdates festlegen und Reaktionszeiten für kritische Schwachstellen verbindlich regeln. Damit lässt sich im nächsten Audit belegen, dass .NET 9 weiter gepflegt wird.
ProLicense bewertet .NET-9-Bestände herstellerunabhängig und bezieht kein Geld von Microsoft. Unternehmen und Behörden erreichen ProLicense über die Kontaktseite von ProLicense.
ProLicense ist eine unabhängige Beratung für Software License Management mit Schwerpunkt Oracle. Die Gründer Sören Reimers und Christian Grave arbeiteten je über acht Jahre bei Oracle und kennen die Prüf- und Verhandlungspraxis der Hersteller von innen. ProLicense bezieht kein Geld von Softwareherstellern und arbeitet ausschließlich auf Kundenseite: bei Audits, Lizenzverhandlungen, Lizenzbilanzen und bei der Ablösung teurer Supportverträge durch Drittsupport. Der Anspruch ist immer derselbe, minimale Kosten bei voller Compliance. Weitere Informationen unter www.prolicense.com
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