Unternehmen priorisieren Entscheidungen zur IT-Sicherheit vor allem entlang der Frage, welche Systeme besonders schützenswert sind. Aber auch die Folgen eines Vorfalls und das verfügbare Budget fließen in die Entscheidungen mit ein. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ von G DATA CyberDefense, Statista und brand eins. Unternehmen können nicht alle relevanten IT-Sicherheitsmaßnahmen gleichzeitig realisieren. Daher müssen Verantwortliche Prioritäten setzen. Der Schutz geschäftskritischer Systeme und Prozesse ist dabei der wichtigste Faktor bei der Priorisierung von IT-Sicherheitsmaßnahmen. Er erreicht im Durchschnitt den besten Wert mit 2,72. Unternehmen richten ihre Investitionen damit vor allem auf jene Bereiche aus, deren Ausfall den Geschäftsbetrieb unmittelbar beeinträchtigen würde. Fast ebenso wichtig sind das Risiko sowie potenzielle Schäden für das Unternehmen. Dieser Faktor erreicht einen Durchschnittswert von 2,75. Auf Platz drei folgt das verfügbare Budget für IT-Sicherheit mit 2,78. Je niedriger der Wert, desto höher ist die Priorität.
„Eine belastbare Sicherheitsstrategie entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen. Unternehmen brauchen ein klares Bild ihrer kritischen Prozesse, durchdachte Prioritäten und einen realistischen Plan für die Umsetzung,“ sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von G DATA CyberDefense. „Jetzt kommt es darauf an, Sicherheitsmaßnahmen konsequent an den größten Geschäftsrisiken auszurichten und strategisch weiterzuentwickeln“
Compliance und Sicherheitsstrategie prägen die Planung
Weiterhin gehören gesetzliche Vorgaben und langfristige Sicherheitsziele zu den zentralen Entscheidungskriterien. IT-Sicherheit wird nicht ausschließlich als technische Aufgabe betrachtet, sondern zunehmend in strategische, organisatorische und regulatorische Prozesse eingebunden.
Erfahrungen mit früheren Sicherheitsvorfällen stehen am unteren Ende der Rangliste. Noch etwas geringer fällt der Einfluss von Erwartungen durch Kunden, Partner oder Aufsichtsbehörden aus. Gerade frühere Vorfälle können jedoch wichtige Hinweise auf Schwachstellen, unklare Verantwortlichkeiten und fehlende Prozesse liefern. Unternehmen sollten deshalb Erkenntnisse aus Sicherheitsvorfällen systematisch auswerten und in ihre Sicherheitsstrategie überführen. So lassen sich nicht nur technische Lücken schließen, sondern auch Meldewege, Entscheidungsprozesse und die Zusammenarbeit im Ernstfall verbessern.
Cybersicherheit in Zahlen zum Download
„Cybersicherheit in Zahlen“ erschien bereits zum fünften Mal und zeichnet sich durch eine hohe Informationsdichte und besondere methodische Tiefe aus: Mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland wurden im Rahmen einer repräsentativen Online-Studie zur Cybersicherheit im beruflichen und privaten Kontext befragt. Die Fachleute von Statista haben die Befragung eng begleitet und können dank einer Stichprobengröße, die weit über dem branchenüblichen Standard liegt, belastbare und valide Marktforschungsergebnisse im Magazin „Cybersicherheit in Zahlen“ präsentieren. Darüber hinaus haben die Marktforscher Zahlen, Daten und Fakten aus mehr als 300 Statistiken zu einem umfassenden Nachschlagewerk der IT-Sicherheit zusammengeführt.
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