Anerkennung für beeindruckende Innovationsleistungen: Christian Wulff gratuliert der PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG aus Pferdingsleben zum Sprung in die TOP 100. Die Preisverleihung im Rahmen des Deutschen Mittelstands-Summit fand am Freitag, 26. Juni, in Heidelberg für alle Mittelständler statt, die am Jahresanfang mit dem TOP 100-Siegel ausgezeichnet worden waren. Der frühere Bundespräsident und Ministerpräsident begleitete den zum 33. Mal ausgetragenen Innovationswettbewerb als Mentor. In dem wissenschaftlichen Auswahlverfahren überzeugte PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung in der Größenklasse A (bis 50 Mitarbeiter in Deutschland) besonders in den Kategorien Außenorientierung/Open Innovation und Innovationsklima.

Das anlässlich der TOP 100-Auszeichnung veröffentlichte Unternehmensporträt nimmt insbesondere die branchenspezifischen Lösungen und die praxisnahe Weiterentwicklung bei PRAXIS EDV in den Blick.

Branchensoftware für komplexe Prozesse

Sand, Kies, Schotter, Asphalt oder Beton werden nicht wie klassische Handelswaren verkauft. Mengen entstehen bei der Verladung, Fahrzeuge werden verwogen, Lieferungen disponiert und Materialien direkt auf Baustellen transportiert. Herkömmliche ERP-Systeme bilden diese branchenspezifischen Abläufe häufig nur unzureichend ab.

Genau hier setzt die PRAXIS EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG aus dem thüringischen Pferdingsleben an. Mit WDV2026 TEAM hat das Unternehmen eine ERP-Lösung entwickelt, die auf die Prozesse der Steine- und Erdenindustrie sowie angrenzender Bereiche der Bauzulieferindustrie ausgerichtet ist.

Dabei geht es längst nicht allein um die Verwaltung von Aufträgen und Lieferscheinen. PRAXIS verbindet kaufmännische Abläufe mit Produktion, Disposition, Verladung, Verwiegung, Transport und Abrechnung. Ergänzende Apps und Automatisierungslösungen sorgen dafür, dass Informationen entlang der gesamten Prozesskette digital weitergegeben werden können – vom Auftrag bis zum Belegarchiv.

Entwicklung aus konkreten Anforderungen

Neue Lösungen entstehen bei PRAXIS nicht losgelöst vom Arbeitsalltag der Unternehmen. Veränderungen im Markt, neue gesetzliche Vorgaben und Rückmeldungen aus Kundenprojekten fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung ein.

Ein Beispiel dafür ist die Abbildung von Dieselpreisgleitklauseln. Als stark gestiegene Kraftstoffkosten eine flexible Anpassung der Transportpreise erforderlich machten, wurde die entsprechende Berechnung in die Software integriert. Zuschläge können dadurch auf Grundlage festgelegter Indizes und Vertragsbedingungen automatisiert ermittelt und abgerechnet werden.

„Entscheidend ist für uns nicht, möglichst viele Funktionen anzubieten. Eine Lösung muss im konkreten Prozess einen erkennbaren Nutzen bringen“, erklärt Mirjam Rolapp, verantwortlich für die Unternehmenskommunikation bei PRAXIS EDV.

Durchgängige Prozesse statt einzelner Insellösungen

Das Ziel ist eine möglichst durchgängige digitale Prozesskette. Auftragsdaten müssen nicht mehrfach erfasst werden, Informationen stehen den beteiligten Bereichen unmittelbar zur Verfügung und Belege können ohne Medienbruch weiterverarbeitet werden.

So lassen sich beispielsweise Transportaufträge digital an Fahrer übermitteln, Lieferungen im Werk automatisiert abwickeln und Lieferscheine auf der Baustelle elektronisch bestätigen. Auch die anschließende Abrechnung und Archivierung greifen auf dieselben Daten zurück.

„Wir wollen nicht einfach Papier digitalisieren“, sagt Rolapp. „Wir wollen vermeiden, dass Informationen immer wieder neu erfasst, übertragen oder gesucht werden müssen.“

Jeder Standort stellt andere Anforderungen

Bei der Weiterentwicklung der Lösungen arbeitet PRAXIS eng mit seinen Kunden zusammen. Denn selbst Unternehmen mit ähnlichen Produkten können sehr unterschiedliche technische und organisatorische Voraussetzungen haben.

„Kein Rohstoffwerk gleicht dem anderen“, erläutert Vorständin Beate Volkmann. „An einem Standort sind Verladung und Verwiegung bereits weitgehend automatisiert, an einem anderen stehen zunächst die kaufmännischen Abläufe oder die Disposition im Mittelpunkt. Deshalb muss eine Branchenlösung standardisierte Prozesse ermöglichen und zugleich genügend Spielraum für die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort lassen.“

Dieser enge Bezug zur betrieblichen Praxis prägt seit jeher die Arbeit des Unternehmens. Innovation bedeutet für PRAXIS daher nicht, jedem technischen Trend zu folgen, sondern Entwicklungen aufzugreifen, die Prozesse dauerhaft vereinfachen, sicherer machen oder automatisieren.

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