- Europa versteht KI – aber überlässt ihr noch nicht das Steuer
- Deutsche sehen Potenzial der KI – bleiben beim autonomen Fahren jedoch skeptisch
- 59 Prozent der Deutschen glauben, wir hinken bei der Einführung von KI hinterher
Eine unabhängige, vom Technologieunternehmen XPENG in Auftrag gegebene internationale Studie zeigt eine wachsende Diskrepanz zwischen der intellektuellen Akzeptanz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Europa und der emotionalen Bereitschaft, autonomen Systemen die Kontrolle zu überlassen.
Die Untersuchung analysierte die Einstellungen zu KI und physischer KI in sechs europäischen Ländern sowie in einer Referenzstichprobe aus chinesischen Metropolen. Die Ergebnisse machen deutlich: Europa akzeptiert KI zunehmend im Alltag – doch sobald sie eigenständig Entscheidungen in der realen Welt trifft, sinkt das Vertrauen erheblich. Obwohl 82 Prozent der Europäer angeben, KI zu verstehen, würden heute lediglich 13 Prozent in ein vollständig selbstfahrendes Auto steigen. Zum Vergleich: In China liegt dieser Wert bei 70 Prozent.
„Physische KI wird die Mobilität und den Alltag nachhaltig verändern. Doch technologische Innovation allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, dass Menschen dieser Technologie vertrauen“, sagt Dr. Brian Gu, Vice Chairman und Präsident von XPENG. „Europa nimmt eine Schlüsselrolle ein: Wer hier das Vertrauen gewinnt, setzt zugleich neue Maßstäbe für verantwortungsvolle Innovation auf globaler Ebene.“
Studie von XPENG zeigt ein deutsches KI-Paradoxon
Wenn es um Künstliche Intelligenz und autonomes Fahren geht, zeigt sich die deutsche Öffentlichkeit deutlich zurückhaltender als viele andere Märkte, so die von XPENG in Auftrag gegebene unabhängige Studie. Sie offenbart ein bemerkenswertes Spannungsfeld: Während 59 Prozent der Deutschen der Meinung sind, dass ihr Land bei der Einführung von Künstlicher Intelligenz hinter anderen Nationen zurückliegt, würden gleichzeitig nur 10 Prozent heute in ein vollständig selbstfahrendes Fahrzeug einsteigen. Damit zählt Deutschland zu den skeptischsten Märkten Europas.
Die Ergebnisse zeigen auch, dass die Herausforderung für KI-Mobilität in Deutschland nicht primär technologischer Natur ist. Vielmehr geht es um Vertrauen. So sagen die Deutschen, dass Sicherheit, Transparenz und unabhängige Zertifizierung entscheidend für Akzeptanz ist. Und: Deutsche Qualitätsansprüche könnten zum globalen Maßstab für verantwortungsvolle KI-Mobilität werden.
Fünf zentrale Erkenntnisse der Studie
1. Unterstützung ja – vollständige Autonomie noch nicht
Zwischen 42 und 53 Prozent der europäischen Befragten fühlen sich mit KI-gestützten Fahrerassistenzsystemen wie adaptivem Tempomat, Verkehrszeichenerkennung oder Spurhalteassistenten wohl. Sobald KI jedoch als eigenständiger Entscheider oder in Notfallsituationen agiert, sinkt die Zustimmung deutlich.
2. Vertrautheit bedeutet nicht Vertrauen
Obwohl 82 Prozent der Europäer angeben, mit KI vertraut zu sein, fühlen sich lediglich 21 Prozent mit physischer KI wohl. Viele Menschen nutzen bereits regelmäßig KI-gestützte Funktionen im Fahrzeug, nehmen diese jedoch nicht als KI wahr.
3. Nachhaltigkeit als Vertrauensfaktor
57 Prozent der Europäer würden KI-Mobilität positiver bewerten, wenn deren Beitrag zu Nachhaltigkeit und Emissionsreduktion glaubwürdig nachgewiesen wäre.
4. Europa ist kein homogener Markt
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Spanien gilt als vergleichsweise offen gegenüber KI in der Mobilität: 63 Prozent vertrauen dort KI-Systemen im Auto, 32 Prozent fühlen sich mit physischer KI wohl. Großbritannien und Schweden zeigen sich deutlich zurückhaltender, mit Vertrauenswerten von lediglich 34 beziehungsweise 32 Prozent.
5. Vertrauen bleibt der Engpass
Während 54 Prozent der Europäer zumindest ein gewisses Vertrauen in große Technologie- und Mobilitätsunternehmen haben, im Interesse der Verbraucher zu handeln, liegt dieser Wert in China bei 94 Prozent. Die größte Sorge der europäischen Befragten ist der Verlust menschlicher Kontrolle über Maschinen (61 Prozent), gefolgt von Befürchtungen hinsichtlich eines möglichen Arbeitsplatzverlustes (46 Prozent).
Europas Weg zur vertrauenswürdigen KI-Mobilität
Die Ergebnisse legen nahe, dass die größte Herausforderung für autonome Mobilität in Europa nicht technischer Natur ist. Vielmehr geht es um die gesellschaftliche Akzeptanz ihrer Einführung. Europäische Verbraucher akzeptieren KI vor allem dann, wenn sie nachvollziehbar, kontrollierbar und als Unterstützung menschlicher Entscheidungen wahrgenommen wird. Die Zustimmung sinkt deutlich, wenn KI als eigenständiger und intransparenter Entscheidungsträger auftritt.
Für Deutschland bedeutet dies insbesondere die Chance, seine traditionelle Stärke im Bereich der Qualität und Sicherheit auf die nächste Generation intelligenter Mobilität zu übertragen. Standards, unabhängige Zertifizierungen nach dem Vorbild technischer Prüfstellen sowie nachweisbare Sicherheits- und Nachhaltigkeitsvorteile könnten entscheidende Faktoren sein, um Vertrauen in autonome Systeme aufzubauen.
Europa und China im Vergleich
Sowohl in Europa als auch in China ist die Vertrautheit in die KI hoch. Die Unterschiede zeigen sich jedoch bei Vertrauen und Nutzung. In China berichten die Befragten von deutlich höherem Vertrauen in KI über verschiedene Lebensbereiche hinweg, einer wesentlich häufigeren Nutzung physischer KI und einer deutlich größeren Bereitschaft, vollständig autonome Fahrzeuge zu akzeptieren.
Die europäische Haltung verdeutlicht dagegen die Bedeutung eines menschenzentrierten Ansatzes mit klaren Verantwortlichkeiten, transparenter Regulierung und unabhängiger Überprüfung technologischer Auswirkungen.
Verantwortungsvolle Innovation als Leitprinzip
Für XPENG unterstreichen die Studienergebnisse die Bedeutung eines verantwortungsvollen Innovationsansatzes. Im Jahr 2025 erhielt das Unternehmen bereits zum dritten Mal in Folge ein MSCI ESG-Rating von „AAA“ und wurde damit für seine Leistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung ausgezeichnet. XPENG verfolgt das Ziel, Innovation und Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden und KI-Mobilität so zu gestalten, dass sie nicht nur intelligent und leistungsfähig, sondern auch transparent, nachvollziehbar und verantwortungsvoll ist.
Über die Studie
Die Studie wurde von der unabhängigen Marktforschungsagentur Improof Research durchgeführt. Befragt wurden repräsentative Verbrauchergruppen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Schweden und Polen (jeweils rund 800 Personen; Gesamteuropa N=5.107). Ergänzend wurde eine Referenzstichprobe in großen chinesischen Städten erhoben (N=1.008).
XPENG (NYSE: XPEV und HKEX: 9868), ist ein führendes Unternehmen für Elektrofahrzeuge mit Hauptsitz in Guangzhou (China) und Niederlassungen in USA und Europa. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Transformation von Smart EVs durch Technologie voranzutreiben und das Mobilitätserlebnis der Zukunft zu gestalten. Um das Mobilitätserlebnis seiner Kunden zu optimieren, entwickelt XPENG im eigenen Haus eine umfassende Technologie für fortschrittliche Fahrerassistenzsysteme und ein intelligentes Bediensystem im Fahrzeug sowie die Kernsysteme des Fahrzeugs, einschließlich des Antriebsstrangs und der elektrischen/elektronischen Architektur. Unter anderem ist die Volkswagen Group an XPENG mit 5 Prozent (700 Millionen Euro) beteiligt, um gemeinsam Elektrofahrzeuge unter der Marke VW für den chinesischen Markt zu entwickeln.
XPeng Motors (Germany) GmbH
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