Regionale Wirtschaft unter Druck

„Es ist noch immer schwer zu begreifen, was gerade in der Ukraine passiert. Das Leid der Menschen und die riesigen Flüchtlingsströme machen sehr betroffen. Die Unternehmen sind weiter solidarisch“, so Kirsten Hirschmann und Elke Döring von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn-Franken.

Ein Monat ist vergangen seitdem die russischen Truppen in die Ukraine einmarschiert sind. Der Krieg betrifft immer stärker auch die Mitgliedsbetriebe der IHK Heilbronn-Franken.

Nach einer Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sind in Baden-Württemberg 75 Prozent der Unternehmen spürbar von den Folgen des Krieges und den damit verbundenen Sanktionen betroffen. 15 Prozent sehen sich direkt durch Sanktionen oder wegen ihrer Geschäftstätigkeit vor Ort in Russland, der Ukraine oder Belarus betroffen, 60 Prozent eher indirekt durch steigende Preise oder Lieferkettenprobleme. Vor allem die steigenden Kosten für Energie (88 Prozent), Rohstoffe und Vorprodukte (65 Prozent) machen den Betrieben in Baden-Württemberg schwer zu schaffen. Lediglich 25 Prozent der Betriebe sehen sich derzeit (noch) nicht betroffen.

Besonders alarmierend sind die Ergebnisse aus der Industrie, die wesentlich die Konjunktur unserer Region Heilbronn-Franken beeinflusst. Drei Viertel der Industriebetriebe leiden unter Störungen in der Lieferkette und Logistik, fast 90 Prozent unter fehlenden Rohstoffen und Vorleistungen, zwei Drittel der Unternehmen müssen angesichts ihrer Kostenklemme mit der Weitergabe von Preissteigerungen an Kunden reagieren.

„Viele unserer Mitgliedsbetriebe sehen sich in Folge der deutlich schlechteren Finanzlage in ihrer Existenz bedroht“, berichtet IHK-Präsidentin Kirsten Hirschmann und ergänzt: „Die steigenden Energiepreise, Lieferkettenprobleme und Rohstoffengpässe sowie die Sanktionsfolgen führen zu einer gefährlichen Mischung für immer mehr Betriebe. Bei Verkehrs- und Logistikunternehmen berichtet sogar jeder zehnte Betrieb von ernsthaften Finanzproblemen.“

„Die Politik muss nun dringend reagieren. Eine kurz- und langfristige Stabilisierung der Wirtschaft ist notwendig, denn es sind nahezu alle Branchen von den Folgen des Krieges betroffen. Das Zusammenspiel von Krieg und Corona-Krise führt zu einer gefährlichen Negativspirale“, so Hauptgeschäftsführerin Elke Döring.

Alle Ergebnisse der DIHK-Blitzumfrage in Baden-Württemberg sind beim BWIHK und der DIHK-Umfrage Russland-Ukraine-Krieg: Auswirkungen auf die Wirtschaft Baden-Württembergs – IHK Heilbronn-Franken abrufbar.

Die IHK Heilbronn-Franken informiert ihre Mitgliedsunternehmen weiterhin auf ihrer Sonderseite zu den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen zum Russland-Ukraine-Krieg im Internet unter: www.heilbronn.ihk.de und steht über die Krisenhotline unter der Telefonnummer 07131 9677 – 121 für Fragen zur Verfügung.

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