Am 1. Oktober 2021 starteten 15 junge Frauen aus ganz Deutschland in das MINT-Orientierungsjahr proTechnicale. Bereits zum elften Mal führt die SOPHIA.T gGmbH das technisch fokussierte Gap Year durch, dass sich auch an internationale Abiturientinnen richtet. Dieses Jahr verzeichnete das Projekt einen neuen Rekord im Bewerbungsprozess. Bei den Interessentinnen gab es ein Plus von 74 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Unterstützt wird das Projekt maßgeblich von der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Stadt Hamburg. Doch auch Unternehmen und Stiftungen leisten einen wertvollen Beitrag, etwa die Joachim Herz Stiftung oder der Stifterverband, der das Projekt im Juli 2021 als Bildungsort des Monats ausgezeichnet hat.

Die Jury des Stifterverbands hob das einzigartige Angebot hervor, „um junge Frauen im MINT-Bereich zu fördern.“ Weiter heißt es in der Begründung: „Sie beeindruckte ebenfalls, dass es um weit mehr als nur um die Vermittlung fachlicher Kompetenzen geht. Denn proTechnicale stärkt auch die Persönlichkeiten der Teilnehmerinnen, damit sie in einer oft noch von Männern dominierten Arbeitswelt ihren Weg gehen.“ Daher stehen für die Teilnehmerinnen neben Mathematik und Physik, Technischem Zeichnen und Computer Aided Design auch Selbstreflexion, Rhetorik sowie Team- und Konfliktmanagement auf der Agenda. Ergänzt wird dieser Mix durch mehrwöchige Praktika im In- und Ausland, Netzwerkveranstaltungen und Firmen-Speed-Datings, etwa mit ai-omatic solutions, Covestro, Synergeticon, Tesla oder Vossloh.

Dass es nach wie vor Bedarf an Förderprogrammen für weiblichen MINT-Nachwuchs gibt, zeigen die im August 2021 veröffentlichten Zahlen für Deutschland. Laut statistischem Bundesamt haben 348.799 Studentinnen im Wintersemester 2020/21 ein MINT-Studium begonnen. Ihnen gegenüber stehen 753.144 Studenten. Die Anzahl der weiblich Studierenden ist in den letzten Jahren zwar gestiegen, aber im Verhältnis der Geschlechter gesehen nur langsam. So starteten zehn Jahre zuvor 234.007 weibliche und 581.916 männliche MINT-Studierende in Deutschland. „Wir haben mit unserem Projekt durchaus einen Anteil an der positiven Tendenz. Immerhin entscheiden sich mehr als 90 Prozent unserer Absolventinnen für ein MINT-Studium“, berichtet Friederike Fechner, Projektleiterin von proTechnciale. "Darauf können und wollen wir uns natürlich nicht ausruhen. Daher arbeiten wir daran, noch mehr junge Frauen zu erreichen, um ihre technischen Talente zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken." So gibt es zum Beispiel die Chance für Interessentinnen an einem Mentoring-Programm und digitalen Events teilzunehmen. Die Agenda für die Teilnehmerinnen gestaltet sich abwechslungsreich und bietet in den nächsten Wochen unter anderem ein Business-Planspiel, eine Exkursion zum Umweltzentrum und Sitz der Hamburger Klimaschutzstiftung Gut Karlshöhe, ein Intensivtraining zu Grundlagen der Zivilluftfahrt und erstmalig einen Drohnenbau-Workshop, der in Kooperation mit den Dronemasters durchgeführt wird. Die meisten Seminare und Veranstaltungen finden an der Homebase des Projekts statt, dem ZAL TechCenter, einem der innovativsten Forschungszentren für die zivile Luftfahrt weltweit.

Weitere Informationen sind auf der Website zu finden unter www.protechnicale.de.

Direkte Einsichten in den Alltag unserer Teilnehmerinnen gibt es auf Instagram @protechnicale und im Blog https://ingenieurinnenderzukunft.wordpress.com/

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