badenova hat über ihre Tochter Wärmeplus eine Aufsuchungserlaubnis zur Erkundung der Tiefengeothermie-Potenziale beim Regierungspräsidium Freiburg beantragt.

Dies betrifft die Region zwischen Freiburg, Breisach und Müllheim. Die 19 Kommunen, die innerhalb des Aufsuchungsgebietes liegen, wurden auf einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung über das Vorhaben informiert.


badenovaWärmeplus hat die betreffenden Kommunen zwischen Freiburg, Breisach und Müllheim ausführlich über den geplanten Antrag und die dahinter stehenden Überlegungen informiert.

Am Termin nahmen neben 19 Bürgermeistern aus der Region auch Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) sowie des am RP angesiedelten und für die Erlaubnis zuständigen Landesbergamts teil.

Oberrheingraben – große Potenziale für Geothermie:

Die Potenziale für die Erschließung von Tiefengeothermie am Oberrhein sind schon lange bekannt und in der politischen Diskussion schon mehrfach ins Spiel gebracht worden:

Die Machbarkeit ihrer Nutzung als Wärmeenergiequelle in größerem Umfang sind bisher aber noch nicht planmäßig untersucht worden. Die Landesregierung hat mit Verbänden und Wissenschaft eine Road Map entwickelt,

um die Rahmenbedingungen für den wirtschaftlichen Einsatz der tiefen Geothermie zu verbessern, denn sie sieht große Potenziale und insbesondere im Hinblick auf die Wärmewende einmalige Chancen durch die günstigen Voraussetzungen am Oberrhein. Die baden-württembergische Landesregierung befürwortet deshalb ausdrücklich Initiativen, die diese Potenziale unter die Lupe nehmen und genauer erforschen.

badenovaWärmeplus beantragt „Aufsuchungsgenehmigung“:

Um eine solche Untersuchung durchführen zu können, bedarf es einer so genannten Aufsuchungserlaubnis, die von einem oder mehreren Unternehmen/ Institutionen/ Organisationen beantragt werden muss.

Die Konzession erteilt das Regierungspräsidium Freiburg, bzw. dort das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB).

Nunmehr liegt dem LGRB ein solcher Antrag auf Aufsuchung vor, und zwar in einem exakt definierten Gebiet zwischen Freiburg, Breisach und Müllheim.

Antragsteller ist die badenova Tochtergesellschaft badenovaWärmeplus, die für die Region rund um Freiburg derzeit eine Potenzialstudie „Tiefe Geothermie“ anfertigt.

Bei einer bergrechtlichen Erlaubnis zur Aufsuchung, wie sie nunmehr beantragt ist, handelt es sich lediglich um das grundlegende Recht, in einem festgelegten Gebiet einen bestimmten Rohstoff aufsuchen zu dürfen.

Damit sind dem Inhaber noch keine technischen Maßnahmen gestattet. Ziel einer Aufsuchung ist es, bisher unbekannte Lagerstätten oder Potenziale ausfindig zu machen.

Da im Zuge des Genehmigungsverfahrens alle im Untersuchungsgebiet liegenden Kommunen und Träger öffentlicher Belange angehört und beteiligt werden, hat badenovaWärmeplus in einer Online-Veranstaltung von Anfang an alle betreffenden Kommunen informiert.

Ziel der Veranstaltung war es, die Bürgermeister und Vertreter der Planungsbehörden vorab über das Vorhaben zu informieren und ihnen Gelegenheit zu geben, ihre Fragen zu stellen. Dabei ging es auch darum aufzuzeigen, wie die Region optimal beteiligt werden kann.

Die teilnehmenden Bürgermeister betonten insbesondere diesen Aspekt und waren sich einig, dass es vor dem Hintergrund von Klimazielen und Energiewende ein sträfliches Versäumnis wäre, die Potenziale und Machbarkeit von Geothermie am Oberrhein nicht zu untersuchen, oder dies ausländischen Investoren zu überlassen.

Unterscheidung Oberflächengeothermie und Tiefengeothermie:

Für die Region am südlichen Oberrhein sind neben den Potenzialen für Solarenergie, Windkraft, Wasserkraft und Biomasse vor allem auch die unterschiedlichen Technologien zur Erschließung und Nutzung der Erdwärme, insbesondere für den wichtigen Wärmesektor, interessant.

Dabei unterscheiden die Experten nach Oberflächen-Geothermie, so wie sie von privaten Hausbesitzern genutzt wird, und nach Tiefengeothermie, wie man sie etwa aus dem Raum München oder aus dem Elsass und anderen europäischen Regionen bereits kennt.

Insgesamt sind in Deutschland bereits 35 Anlagen zur Gewinnung von Erdwärme durch Tiefengeothermie erfolgreich in Betrieb.

„Die klimaneutrale Wärmeversorgung muss für 2050 das Ziel aller Kommunen sein. Dazu bietet die Tiefe Geothermie in unserer Region hervorragende Voraussetzungen, der Oberrheingraben ist mit seiner geothermischen Anomalie eines von drei prädestinierten Gebieten zur Nutzung der Tiefengeothermie in Deutschland. Daher sehen wir es als kommunaler Energiedienstleister als unsere Pflicht an, die Potenziale zu untersuchen und die Chancen und Risiken, die mit einer möglichen Umsetzung einhergehen, verantwortungsvoll und in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen zu evaluieren, zu bewerten und wenn diese Ergebnisse positiv sind an geeigneter Stelle auch umzusetzen,“ so Klaus Preiser, Geschäftsführer Wärmeplus.

Mit dem Antrag auf Aufsuchung will badenovaWärmeplus nun die Potenziale genauer untersuchen und mögliche Standorte für ein Erdwärme-Heizkraftwerk ermitteln. Sie geht diesen Schritt auch, weil Aufgabe und Ziel in den Kommunen ist, bis 2050 neben der Stromversorgung ebenso die Wärmeversorgung klimaneutral zu realisieren. Der Antrag auf Aufsuchung wird seitens Wärmeplus zügig gestellt werden müssen, da aktuell verstärkt in- und ausländische Firmen den Oberrheingraben für sich entdeckt haben und hier tätig werden wollen.

Regionalkonferenzen geplant:

Um die Bürger in den betreffenden Kommunen ausführlich über Geothermie zu informieren und sie in den Prozess von Anfang an miteinzubeziehen, sind zwei Regionalkonferenzen geplant. Sie werden aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie online durchgeführt – Bürger können sich bequem von zu Hause einwählen. Die erste Regionalkonferenz wird in der zweiten Novemberhälfte durchgeführt, der Termin hierfür wird in Kürze bekannt gegeben. Neben badenovaWärmeplus werden Fachleute, Behördenvertreter sowie Vertreter der Kommunen an dieser Veranstaltung mitwirken. Bürger haben die Möglichkeit, ihre Fragen zum Themenkomplex Geothermie zu stellen.

Die Potenziale der Tiefengeothermie sind enorm, davon geben folgende Zahlen ein Bild: 99 Prozent des Planeten Erde sind heißer als 1.000 Grad Celsius und vom restlichen Prozent sind wiederum 99 Prozent heißer als 100 Grad Celsius.

Beim Oberrheingraben handelt es sich um ein geothermisches Vorzugsgebiet, das mit den Thermalbädern dieser Region bereits traditionell seit den Römern genutzt wird.

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