Staatliche Kaufanreize und wachsende BEV-Modellvielfalt, bringen das E-Auto zunehmend auf die Einkaufsliste der Deutschen, aber nicht alle OEMs profitieren gleich stark

In der multinationalen Studie zum Einfluss von Corona auf das Verhalten der Autokäufer, fragte Berylls, wie sich die Absicht, ein E-Auto zu kaufen, während der Pandemie verändert hat. Die Analyse der Umfrageergebnisse zeigt, dass das Interesse vor allem in Deutschland nur wenig gewachsen ist. Lediglich 29% der Befragten gaben an, dass die E-Mobilität in den letzten Monaten an Attraktivität gewonnen hat, während sie in China, von einem niedrigen Niveau um 77 % gestiegen ist. Nichtsdestotrotz stagnieren die Verkäufe dort auf relativ niedrigem Niveau.
In Deutschland erlebt das E-Auto im dritten Quartal 2020 dagegen eine beachtliche Hochphase, wie die Zulassungszahlen zeigen. E-Mobile setzen sich nachdrücklich vom schrumpfenden Gesamtmarkt (- 19%) ab und können im Vergleich zum Vorjahr um beachtliche 145 % zulegen. Das immer breiter werdende Angebotsportfolio lockt zunehmend Kunden in die Autohäuser. Dabei entpuppen sich bei 65 % der Umfrageteilnehmer, die staatlichen Anreize als wirksamster Verkaufsförderer. Prämien und Co. liegen damit klar vor Umweltaspekten, die 57 % der von Berylls Befragten als Motivation zum E-Autokauf nannten. Günstige Benzin- und Dieselpreise an den Zapfsäulen sowie durch Corona bedingt schrumpfende Budgets wurden jeweils von mehr als einem Drittel der Teilnehmer als größte Hemmschuhe für die Anschaffung eines E-Fahrzeugs genannt.

Finanzielle Anreize wirken stärker als Umweltaspekte


Andreas Radics, geschäftsführender Partner bei Berylls Strategy Advisors zur Marktentwicklung: „Im Gegensatz zur Situation in den USA und China zeigen die deutschen BEV-Verkäufe sehr deutliche Wachstumsraten. Das Interesse an E-Mobilität mag in Deutschland zwar nur moderat gewachsen sein, aber offenbar war es schon vor Corona bei vielen Kunden latent vorhanden. Nun treiben die staatlichen Anreize die Verkaufsentscheidungen, sogar stärker als die ebenfalls häufig vorhandenen Umwelterwägungen. Die spät in die E-Mobilität gestarteten deutschen OEMs reagieren auf das wachsende Interesse mit einer stetig wachsenden Modellvielfalt, die mittlerweile sehr viele Kundenanforderungen abdeckt. So reduzieren die Hersteller Schritt für Schritt, oder besser Modell für Modell, die Marktbedeutung von Tesla.“

Welcher OEM stark zulegt und welcher Hersteller in den letzten Monaten weniger vom E-Autoboom profitieren konnte, zeigt die Grafik im Anhang.

Andreas Radics (1973) ist seit über 14 Jahren als Strategieberater in der Automobilindustrie tätig und blickt darüberhinaus auf mehr als vier Jahre Berufs- und Führungserfahrung in der Industrie zurück. Bevor er als Gründungspartner 2011 Berylls ins Leben rief und aufbaute war er bei den international agierenden Strategieberatungen Gemini Consulting und Oliver Wyman tätig.

Er zählt zu den führenden Köpfen für Mergers & Acquisitions sowie für die Entwicklung und Umsetzung von Unternehmensstrategien in der Automobilindustrie und ist Experte für eMobility.

Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät Ingolstadt.

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