Welche Einstellung haben Studierende zum Thema Gründung und wie werden sie im Studium dabei gefördert, eine Geschäftsidee zu entwickeln und umzusetzen? Das hat eine Studie des Verbundprojekts Spinnovation der Hochschulen Aalen, Reutlingen und der Hochschule der Medien Stuttgart untersucht. Dabei hat sich gezeigt: Kontaktpunkte zu Start-ups und Co. im Studium ermutigen die Studierenden, selbst unternehmerisch aktiv zu werden.

Gesellschaftlicher Impact und die Möglichkeit, eine eigene Idee zu verwirklichen sind die Hauptmotivatoren für Studierende, selbst ein Unternehmen zu gründen. Finanzielles Risiko sowie die Angst vor dem Scheitern sind hingegen Gründe, die die Studierenden von einer Gründung abhalten. Das ergab die Studie „Entrepreneurship meets Education“ des vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg geförderten Verbundprojekts Spinnovation. Mit dem Ziel, die Gründungskultur an Hochschulen zu untersuchen und darauf basierend neue Lehrformate zu entwickeln, wurden rund 2900 Studierende befragt.

Um Studierende mit Entrepreneurship vertraut zu machen und sie zum Gründen zu motivieren, bieten die Hochschule Aalen, Reutlingen und die Hochschule der Medien Stuttgart ein großes Angebot an Workshops, Vorträgen und Lehrformaten an und unterstützt Studierende, wenn sie gründen wollen. In Aalen arbeitet die Gründungsinitiative stAArt-UP!de Hand in Hand mit dem Innovationszentrum INNO-Z und dem Masterstudiengang Business Development / Produktmanagement & Start-up-Management. Das Thema Gründen ist durch Wahlmodule direkt im Lehrplan verankert.


Mut zum Ausprobieren

Dass diese Angebote erfolgreich sind, zeigen die Ergebnisse der Studie: Studierende, die an ihrer Hochschule mit dem Thema Entrepreneurship in Kontakt kommen, fühlen sich deutlich mehr ermutigt, selbst zu gründen, als diejenigen ohne Kontaktpunkte. Dabei ist es besonders wichtig, die richtigen Ansprechpartner zu kennen. Denn nur, wenn die Studierende wissen, an wen sie sich mit ihrer Idee wenden können, sind sie in der Lage, sich Unterstützung zu holen. Das Thema Gründung an Hochschulen muss deshalb laut Studie noch mehr in den Vordergrund gerückt werden. Außerdem sei es wichtig, jungen Menschen die Angst vor dem Scheitern zu nehmen und sie zum Ausprobieren zu ermutigen. Denn der Erfolg bemisst sich nicht nur darin, ein Produkt zu launchen oder einen Service an den Markt zu bringen: „Die Studierenden profitieren von der hervorragenden Unterstützung, entwickeln selbständig Innovationsideen und bauen Unternehmen auf. Selbst wenn ihre Ideen scheitern, lernen sie, Innovationen zu gestalten und unternehmerisch zu denken“, erklärt Jürgen Münch, Ressortleiter Entrepreneurship an der Hochschule Reutlingen.

Die nächsten Schritte der Entrepreneurship Education

„Vor fünf Jahren sind wir mit unserer Vision von Entrepreneurship Education für alle auf die Politik und Wirtschaft zugegangen. Die Ergebnisse der Studie zeigen eindrucksvoll, wie schnell sich die Einstellung zu diesem Zukunftsthema weiterentwickeln kann“, resümiert Prof. Dr. Hendrik Brumme, Rektor der Hochschule Reutlingen. Künftig soll eine breite Integration von Entrepreneurship Education an Hochschulen stattfinden, unterstützt durch ein Gründungsnetzwerk mit Experten-Wissen. Die Hochschulen stellen dabei einen wesentlichen Bestandteil des Innovationsökosystems dar und sind deshalb umso relevanter für die regionale Entwicklung. „Unser Ziel ist es nicht, jeden Studierenden zum Gründer zu machen, sondern eine wichtige Schlüsselkompetenz zu vermitteln: die Fähigkeit Innovationen zu gestalten“, so Rektor der Hochschule der Medien, Prof. Dr. Alexander Roos. Davon profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch die Wirtschaft, wie Prof. Dr. Gerhard Schneider, Rektor der Hochschule Aalen, weiß: „Gerade die kleinen und mittelständischen Unternehmen in unserer Region suchen solche Impulse von außen.“

Die Studie „Entrepreneurship meets Education“ – Gründungskultur an Hochschulen fördern: Ergebnisse Erfahrungen und Erfolgsfaktoren aus dem Verbundprojekt Spinnovation“ steht kostenfrei unter www.spinnovation.info/forschung zum Download bereit.

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