• Das Energiewende-Projekt DESIGNETZ entwickelt Grundlagen
    für ein integriertes Energiesystem der Zukunft.
  • Drei Bundesländer arbeiten als Modellregion zusammen und präsentieren Einzelprojekte entlang der „Route der Energie“.
  • Die Partner aus Rheinland-Pfalz vernetzen ihre Projekte und zeigen ihre Leistungsfähigkeit.
  • Das Teilprojekt virtuelles Kraftwerk der TSB der TH Bingen zeigt, wie viele dezentrale Stromerzeuger dem Energiesystem helfen und wirtschaftlich profitieren.

Sie ist zwei Meter hoch, lädt zu einer Entdeckungsreise mit dem Smartphone ein und steht jetzt vor dem Heizhaus der TH Bingen auf dem Campus in Bingen-Büdesheim: die neue DESIGNETZ Stele. Sie ist eine von insgesamt 18 Haltestellen entlang der „Route der Energie“, die durch Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland führt. Die drei Bundesländer bilden in ihrer Kombination aus urbanen und ländlichen Strukturen eine ideale Modellregion zur Entwicklung eines zukunftsfähigen Energiesystems. Mit Hilfe der interaktiven Stelen will die E.ON SE gemeinsam mit der Transferstelle Bingen und den anderen 44 Projektpartnern die Bausteine für eine Energiewende interaktiv erlebbar machen und die Nutzer der DESIGNETZ-App über die Ziele des Projektes informieren. Die Stele in Bingen zeigt zweifach die Bedeutung:

Sie steht für die Vernetzung der Projekte in Rheinland-Pfalz und ihre Wirkung im Energiesystem und sie steht für das Teilprojekt der Transferstelle Bingen virtuelles Kraftwerk, in dem im Computer gezeigt wird, wie viele kleine dezentrale Anlagen ein Großkraftwerk ersetzen und wie notwendig sie im Stromnetz der Zukunft sein werden.


Ein gemeinsamer Einweihungstermin mit dem Präsidenten der TH Bingen, Prof. Klaus Becker, den TSB-Projektleitern Prof. Dr. Ralf Simon und Joachim Walter, Thomas Lehmann aus der DESIGNETZ Projektleitung sowie einer kleinen Schar Interessierter aus Hochschule und der Stadt wurde wegen der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im kleinen Rahmen während des 23. Energietags-Rheinland-Pfalz durchgeführt.

Erneuerbare Energien optimal ins Stromnetz integrieren

„DESIGNETZ zeigt, wie die Energiewende umgesetzt werden kann. Dazu integrieren wir viele Arten und Größenordnungen dezentraler, erneuerbarer Energieanlagen in das Energiesystem der Zukunft und reduzieren gleichzeitig die Kosten für den Netzausbau indem wir die Energie vornehmlich dort verbrauchen wo sie erzeugt wird, also lokal vor regional vor überregional. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die klimafreundliche und kosteneffiziente Energieversorgung von morgen.“, so Thomas Lehmann aus der DESIGNETZ-Gesamtprojektleitung. Joachim Walter, Teilprojektleiter der Transferstelle erklärte: „Das Teilprojekt hier in Bingen zeigt das Potenzial von vielen dezentralen Anlagen und die Bedeutung des Zusammenspiels aller Partner als wichtige Bestandteile zum Gelingen der Energiewende.“ Außerdem können wir den Studentinnen und Studenten zeigen, wie ihr Arbeitsfeld der Zukunft aussieht, mit wem sie sich austauschen und welche Herausforderungen sie lösen müssen. Oftmals gehören auch viele, kleine Schritte zum Weg in die Zukunft!“

Immer mehr Strom wird in Zukunft aus erneuerbaren Energien gewonnen. Bereits heute gibt es in Deutschland mehr als 1,8 Mio. dezentrale Erzeugungsanlagen, die grünen Strom aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biogas ins Netz einspeisen. Davon sind mehr als 90 Prozent der Anlagen an das Verteilnetz angeschlossen. Zu manchen Tageszeiten erzeugen diese Anlagen schon heute mehr Strom als benötigt wird. Wenn aber der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, decken sie nur wenige Prozent des Bedarfs ab. Das stellt die Verteilnetze vor große Herausforderungen. Während der Strom früher von wenigen großen Kraftwerken zu den Verbrauchern floss, werden Verbraucher heute oft auch selbst zu Produzenten. Auf der Einbahnstraße kommt es nun also zu Gegenverkehr. Diese Veränderungen im System erfordern neue Lösungen.

Ziel des Projekts virtuelles Kraftwerk Bingen ist für die Transferstelle Bingen (TSB), ein Institut an der Technischen Hochschule Bingen, die Verknüpfung von Leistungsverläufen von 100 virtuellen Stromerzeugungs- und Stromverbraucheranlagen zu einem ansteuerbaren Anlagenpool in ihrem virtuellen Kraftwerk. Die TSB betreibt das virtuelle Kraftwerk auf ihrem Marktparallelserver unter echten Marktbedingungen wie ein richtiges Kraftwerk. Dadurch weist die TSB die wirtschaftlich nutzbare Flexibilität virtueller Kraftwerke anschaulich nach, auch wenn für Forschungszwecke die Anlagen nur im Computer laufen können.

Energiewende wird an der Stele in Bingen per App virtuell erlebbar

Weitere Informationen rund um das Projekt DESIGNETZ erhalten alle interessierten Studentinnen und Studenten, die Bürgerinnen und Bürger direkt an der nun offiziell in Betrieb genommenen Stele. Warum ist die Energiewende eine Herausforderung für das Stromnetz? Wie wird das Stromnetz fit für die Zukunft gemacht? Fragen dieser Art beantwortet eine mit der Stele verbundene App spielerisch. Sie steht im App bzw. Google Play Store für iOS und Android Geräte kostenlos zum Download zur Verfügung.

Und so funktioniert die DESIGNETZ App:

Die App öffnen, Zugriff auf die Kamera erlauben und mit dem Smartphone über die Grafik auf der Stele bewegen. Dabei entsteht eine faszinierende, dreidimensionale Welt.
Wer die App auch zu Hause nutzen möchte, kann das erforderliche „Spielfeld“ auf www.designetz.de herunterladen.

Über DESIGNETZ

DESIGNETZ erstreckt sich über die drei Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Hier leben nicht nur rund 23 Millionen Menschen; die Länder bilden „im Kleinen“ auch alle wesentlichen energiewirtschaftlichen Herausforderungen ab, die es im Rahmen der Energiewende vorzudenken gilt: Von der Versorgung stark industrialisierter und dicht besiedelter Bereiche im Ruhrgebiet, über ländliche Regionen mit heute schon hoher Erneuerbaren-Einspeisung wie die Eifel bis hin zum Saarland, wo sich Energiebedarf und -erzeugung regional gut ausgleichen lassen. Es ist damit das umfassendste Energiewendeprojekt überhaupt.

Das gesamte Projektvolumen beläuft sich auf 66 Millionen Euro, 30 Mio. Euro Fördergelder steuert das BMWi im Rahmen seines Förderprogramms SINTEG bei. Im Zentrum der insgesamt fünf SINTEG-Förderprojekte stehen die intelligente Vernetzung von Erzeugung und Verbrauch sowie der Einsatz innovativer Netztechnologien und -betriebskonzepte.

Weitere Informationen unter www.designetz.de.

 

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