Umsatzrückgang im 2. Quartal 2020 um 5,8 Mio. € bzw. 8,8 % gegenüber Vorjahr auf 59,7 Mio. € im Rahmen der Erwartungen

– Kostenkontrolle dämpft Ertragsminderung: EBITDA vor Sondereinflüssen verringert sich moderat um 1,5 Mio. € auf 3,9 Mio. €

– Prognose bestätigt: Solider Auftragsbestand und Nachfragebelebung sollten zu spürbarer Erholung führen – Umsatz im 2. Halbjahr nicht unter 135 Mio. € erwartet nach 125 Mio. € in den ersten sechs Monaten


R. STAHL, führender Anbieter von Produkten und Systemen für den Explosionsschutz, veröffentlicht heute finale Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2020.
Wie bereits gemeldet ging der Umsatz um 5,8 Mio. € bzw. 8,8 % auf 59,7 Mio. € (Q2 2019: 65,5 Mio. €) zurück. Durch frühzeitig eingeleitete Maßnahmen zur Kostenkontrolle, insbesondere der Personalkosten, konnte der daraus resultierende Ertragsrückgang spürbar gedämpft werden: Mit 3,9 Mio. € wurde ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) vor Sondereinflüssen erzielt, das um moderate 1,5 Mio. € unter dem Vorjahr lag (Q2 2019: 5,4 Mio. €). Darin enthalten sind Sondereinflüsse in Höhe von -0,3 Mio. €, die im Jahresvergleich wie bereits im Vorquartal deutlich rückläufig waren (Q2 2019: -1,2 Mio. €). Das Konzernergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr auf -0,31 € je Aktie (Q2 2019: -0,12 €).
Im 1. Halbjahr 2020 ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Mio. € bzw. 6,2 % auf 124,8 Mio. € (6M 2019: 133,0 Mio. €) und das EBITDA vor Sondereinflüssen um 4,5 Mio. € auf 8,6 Mio. € (6M 2019: 13,1 Mio. €) zurück. Der zunehmende Reifegrad der 2018 eingeleiteten Effizienzmaßnahmen schlug sich erwartungsgemäß in weiter verringerten Sondereinflüssen nieder, die in den ersten sechs Monaten des Berichtsjahres auf -0,4 Mio. € sanken (6M 2019: -2,6 Mio. €). Das Konzernergebnis gab auf -0,41 € je Aktie nach (6M 2019: -0,10 €).

"Die Weltwirtschaft hat in der ersten Jahreshälfte 2020 einen beispiellosen Einbruch erlebt. Davon waren besonders auch die für den Explosionsschutz wichtigen Industriesektoren Öl, Gas und Chemie betroffen. Wir gehen davon aus, in unserem Geschäft das Nachfragetief in diesem Jahr im 2. Quartal gesehen zu haben und erwarten nach heutiger Einschätzung für die zweite Jahreshälfte eine Stabilisierung unseres Geschäfts mit einem Umsatz deutlich über dem der ersten sechs Monate", sagte Jürgen Linhard, Mitglied des Vorstands von R. STAHL.

Aus regionaler Sicht verzeichneten im 2. Quartal 2020 Amerika und Asien/Pazifik, in denen der Geschäftsanteil im am stärksten von der Coronavirus-19-Pandemie betroffenen Öl- und Gassektor hoch ist, prozentual zweistellige Umsatzrückgänge vor allem im Tagesgeschäft. Zwar konnte R. STAHL durch frühzeitig getroffene Vorkehrungen zum Schutz der Belegschaft und zum Erhalt der Einsatz- und Lieferfähigkeit den Geschäftsbetrieb weitestgehend aufrechterhalten, doch führten Verzögerungen bei Transport und Warenannahme auf Seiten einiger Kunden auch zu Verschiebungen bei der Auslieferung. Gegenüber dem Stand zum Ende des Vorjahres hat sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zum Ende des 2. Quartals 2020 um 5,0 Mio. € erhöht.
Die Gesamtleistung ging im 2. Quartal 2020 um 8,1 % auf 61,7 Mio. € zurück (Q2 2019: 67,2 Mio. €). Der Umsatzentwicklung folgend verringerte sich auch der Materialaufwand um 8,7 % auf 20,9 Mio. € (Q2 2019: 22,9 Mio. €). Dabei zeigte sich die Materialaufwandsquote mit 33,8 % der Gesamtleistung im Jahresvergleich leicht verbessert (Q2 2019: 34,1 % der Gesamtleistung).

Der Personalaufwand sank im Berichtsquartal deutlich um 6,3 % auf 29,3 Mio. € (Q2 2019: 31,3 Mio. €). Hier machten sich vor allem angepasste Bonusrückstellungen und der Abbau tariflicher Sonderzahlungsansprüche (T-ZUG) an deutschen Standorten sowie in geringerem Umfang gesunkene, als Sondereinflüsse ausgewiesene Abfindungen positiv bemerkbar.

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen verbesserte sich im 2. Quartal 2020 auf -8,0 Mio. € (Q2 2019: -8,8 Mio. €). Darin spiegeln sich auch als Sondereinflüsse ausgewiesene niedrigere Rechts- und Beratungskosten wider.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beliefen sich im Berichtsquartal auf 4,2 Mio. € (Q2 2019: 3,3 Mio. €). Für das EBIT ergab sich in Summe ein Rückgang um 1,5 Mio. € auf -0,6 Mio. € (Q2 2019: 0,9 Mio. €).

Das Finanzergebnis verbesserte sich im 2. Quartal 2020 um 0,3 Mio. € auf -0,5 Mio. € (Q2 2019: -0,8 Mio. €). Hierzu trug vor allem ein höheres Beteiligungsergebnis von ZAVOD Goreltex bei. Auch wirkten sich gesunkene Zinsaufwendungen aus dem Gebäude-Leasingverhältnis am Standort Waldenburg und für die Zuführung von Pensionsverpflichtungen kostensenkend aus.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ging im 2. Quartal 2020 um 1,2 Mio. € auf -1,1 Mio. € zurück (Q2 2019: 0,1 Mio. €). Ertragsteuern fielen mit -0,9 Mio. € in gleicher Höhe wie im Vorjahr an (Q2 2019: -0,9 Mio. €).

Gegenüber dem Ende des Vorjahres stieg die Nettoverschuldung (ohne Pensionsrückstellungen und ohne Leasingverbindlichkeiten) vor allem aufgrund des beschriebenen Vorratsaufbaus auf 10,3 Mio. € (31. Dezember 2019: 4,2 Mio. €).

Zum 30. Juni 2020 bewegte sich der Auftragsbestand mit 79,7 Mio. € auf dem hohen Niveau zum Ende des Vorquartals (31. März 2020: 79,9 Mio. €).

Basierend auf der derzeit absehbaren Entwicklung der für R. STAHL wichtigsten Schlüsselmärkte präzisiert der Vorstand seine Prognose für 2020. Nach wie vor wird von einem Umsatzrückgang von höchstens 5 % gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. Der bisherige Korridor für die Umsatzerreichung von 260 Mio. € bis 275 Mio. € wird auf einen Bereich zwischen 260 Mio. € und 265 Mio. € eingeengt. Das EBITDA vor Sondereinflüssen wird gegenüber Vorjahr unverändert im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet. In dieser Einschätzung spiegelt sich der solide Auftragsbestand zum Ende des Berichtszeitraums sowie die Erwartung wider, dass wesentliche Teile des derzeit erhöhten Bestands an fertigen Erzeugnissen im laufenden Jahr verumsatzt werden.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Information enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung von R. STAHL beruhen. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören unter anderem: Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch R. STAHL ist weder geplant noch übernimmt R. STAHL die Verpflichtung dafür.

Die Inhalte dieser Information sprechen alle Geschlechter gleichermaßen an. Lediglich aus Gründen der Lesbarkeit und ohne jede Diskriminierungsabsicht wird die männliche Form verwendet. Damit sind alle Geschlechter einbezogen.

Über die R. Stahl AG

R. STAHL ist weltweit führender Anbieter von elektrischen und elektronischen Produkten und Systemen für den Explosionsschutz. Sie verhindern in gefährdeten Bereichen Explosionen und tragen so zur Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt bei. Das Spektrum reicht von Aufgaben wie Schalten/Verteilen, Installieren, Bedienen/Beobachten, Beleuchten, Signalisieren/Alarmieren bis hin zum Automatisieren. Typische Anwender sind die Öl- & Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie die Nahrungs- und Genussmittelbranche. 1.669 Mitarbeiter erwirtschafteten 2019 weltweit einen Umsatz von rund 275 Mio. €. Die Aktien der R. STAHL AG werden im Regulierten Markt/Prime Standard der Deutschen Börse gehandelt (ISIN DE000A1PHBB5).

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