Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine neue Generalsekretärin: Die Mitgliederversammlung der größten Forschungsförderorganisation und zentralen Einrichtung für die Selbstverwaltung der Wissenschaft in Deutschland bestätigte am Mittwoch, dem 1. Juli 2020, in ihrer Sitzung im Rahmen der virtuellen Jahresversammlung der DFG die Berufung von Dr. Heide Ahrens, die derzeit Senatsdirektorin und Leiterin der Abteilung Hochschulen und Forschung bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen der Freien Hansestadt Bremen ist. Ahrens wird als Generalsekretärin die Geschäftsstelle der DFG leiten und Mitglied des Vorstands sein, in dem unter anderem der Vollzug des Wirtschaftsplans zu ihrem Geschäftsbereich gehört. Sie tritt ihre neue Position voraussichtlich am 1.Oktober 2020 an.

Die Bestätigung von Ahrens in der Mitgliederversammlung war der satzungsgemäß letzte Schritt in einem mehrstufigen Verfahren zur Neubesetzung des Generalsekretariats der DFG: Nach dem Ausscheiden der damaligen Generalsekretärin Professorin Dorothee Dzwonnek im November 2018 hatte das DFG-Präsidium im Juli 2019 eine Findungskommission mit Vertreterinnen und Vertretern aus Präsidium, Senat und Mitgliedseinrichtungen der DFG sowie des Bundes und der Länder als Zuwendungsgeber eingesetzt. Diese schlug nach einem intensiven Findungsprozess dem Präsidium Heide Ahrens für die Position der Generalsekretärin vor, was sich das Präsidium zu eigen machte und in den Hauptausschuss der DFG einbrachte. Der Hauptausschuss beschloss sodann die Berufung von Heide Ahrens zur Generalsekretärin, die nun bestätigt wurde. In allen Gremien erfolgte die Zustimmung einstimmig.

DFG-Präsidentin Professorin Dr. Katja Becker hob bei der Vorstellung von Heide Ahrens in der Mitgliederversammlung deren „profunde Kenntnisse aller Perspektiven und Akteure der Wissenschaftsverwaltung und Wissenschaftspolitik, ihre einschlägigen Führungserfahrungen an Universitäten und ihre jahrelangen Erfahrungen in der ministeriellen Bund-Länder-Zusammenarbeit“ hervor, die auch ausschlaggebend für ihre Wahl gewesen seien.

1962 in Bergen im Kreis Celle geboren, studierte Heide Ahrens Politische Wissenschaft, Kommunikationsforschung und Phonetik sowie Neuere Deutsche Literatur an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, wo sie 1994 auch promoviert wurde. Bereits in ihren ersten Tätigkeiten als Referatsleiterin in der Grundsatzabteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung und als Programm-Managerin im Bereich Programm & Förderung beim Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft befasste sich Ahrens mit der Wissenschaftsförderung.

2004 wurde Ahrens Dezernentin für Akademische Angelegenheiten an der Universität Bremen. Von dort wechselte sie 2007 als Vizepräsidentin für Verwaltung und Finanzen an die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wo sie von Ende 2008 bis Anfang 2010 zusätzlich mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Präsidentin betraut war.

Von 2011 bis 2017 war Ahrens in Schleswig-Holstein in den dortigen Wissenschaftsressorts als Ministerialdirigentin und Leiterin der Wissenschaftsabteilung tätig. Seit Februar 2017 ist sie in ihrer jetzigen Position in Bremen Senatsdirektorin und leitet die dortige Abteilung Hochschulen und Forschung bei der Senatorin für Wissenschaft und Häfen.

„Die DFG ist sehr froh, mit Heide Ahrens eine überaus erfahrene Wissenschaftsmanagerin als Generalsekretärin gewonnen zu haben. Sie erfüllt alle Anforderungen für ihre neue Aufgabe in ganz ausgezeichneter Weise und wird für uns alle ein großer Gewinn sein. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit im Vorstand“, sagte DFG-Präsidentin Katja Becker nach der Bestätigung in der Mitgliederversammlung, die wie alle Sitzungen im Rahmen der Jahresversammlung 2020 wegen der Coronavirus-Pandemie und der weiterhin geltenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens als Videokonferenz stattfand.

Becker dankte zugleich den vier DFG-Abteilungsleitungen Jurij von Kreisler (Zentralverwaltung), Dr. Harald von Kalm (Fachübergreifende Querschnittsangelegenheiten), Dr. Annette Schmidtmann (Fachliche Angelegenheiten der Forschungsförderung) und Dr. Ulrike Eickhoff (Programm- und Infrastrukturförderung), die seit Ende 2018 als Kollegialorgan zusätzlich kommissarisch die Aufgaben der Geschäftsstellenleitung übernommen hatten. „Mit ihrer hohen Professionalität und sehr großem, auch persönlichem Engagement haben sie entscheidend dazu beigetragen, dass das hochkomplexe administrative Förderhandeln der DFG auch in dieser Zeit hervorragend funktionierte. Wie viel dies wert ist, sehen wir nicht zuletzt aktuell in Zeiten der Coronavirus-Pandemie“, betonte Becker.

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