Wie mittlerweile fast alle Unternehmen bereitet sich ebenso der kanadische Kupferproduzent Copper Mountain Mining Corporation (ISIN: CA21750U1012 / TSX: CMMC) auf schwere Zeiten aufgrund des Coronavirus vor. Wie das Unternehmen jüngst mitteilte, werde man den Betrieb aufgrund der derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheiten und damit einhergehenden niedrigeren Kupferpreisen überarbeiten. Dies werde, so das Unternehmen, in der derzeit schwierigen Marktphase zur Aufrechterhaltung einer positiven Marge und einem positiven Cashflow beitragen.

So wurde durch eine Neuausrichtung des Materialabbaus auf kostengünstigere Areale umgeschwenkt, die die kurzfristige Produktion positiv beeinflussen werden. So wurden auch die längerfristigen Abbaupläne überarbeitet, die schlussendlich den zwar höhergradigen, allerdings weiter entfernten und damit im Abbau kostenintensiven Bereich der ‚Grube #3‘ auf das nächste Jahr hinausschieben. Ebenfalls verschoben wurde die 22 Mio. Dollar Investition, die die Anlagenkapazität von 40.000 auf 45.000 Tonnen pro Tag durch eine dritte Kugelmühle steigern soll. Mit der Installation der dritten Mühle wolle man dann höhergradigeres Material abbauen, um die große Investition schneller amortisieren zu können. Aufgrund der Eigenfinanzierung kann Copper Mountain – https://www.commodity-tv.com/play/copper-mountain-mining-q4-and-full-year-2019-numbers-published/ – bei der Umsetzung der Baumaßnahme allerdings zeitlich vollkommen flexibel reagieren und das Projekt nach Belieben vorziehen oder aber auch nach hinten schieben, ohne Kreditklauseln einhalten zu müssen.

Durchgeführt wird allerdings die erste Stufe des zweistufigen Minenplans. Durch die Modernisierung des ‚Cleaner‘-Kreislaufs mittels Installation von Direktflotationsreaktoren (‚DFR‘) werden Effizienz und Kapazität des aktuellen Kreislaufs deutlich erhöht. Derzeit geht das Management davon aus, dass der Kupferkonzentratgehalt von etwa 25 % auf 28 % gesteigert wird. Dadurch wird in allen weiteren Verarbeitungsschritten wie Transport, Schmelzen und der Raffination des Konzentrats bares Geld gespart. Die Installation der ‚DFRs‘ ist ein einfaches, kostengünstiges und schnell umsetzbares Mittel zur Kostensenkung. Durch den relativ geringen Kapitaleinsatz von nur 2,3 Mio. Dollar kann äußerst zügig eine hohe Rendite erzielt werden. Copper Mountain plant die Inbetriebnahme zu Beginn der zweiten Jahreshälfte.

Diese primären Sofortmaßnahmen sollen es dem Unternehmen ermöglichen, weiterhin solide Cashflow-Margen aufrechtzuerhalten und in der derzeitigen äußerst schwierigen Marktlage bei den niedrigen Kupferpreisen nachhaltig zu arbeiten. Darüber hinaus ermöglicht der überarbeitete Minenplan auch die Finanzierung von Expansion und Investitionen intern. Infolge dieser Maßnahmen hat Copper Mountain Mining natürlich seine Produktions- und Kostenprognose für das laufende Jahr anpassen müssen.

Somit erwartet man aus der Mine eine bis zu 17 %ige, rückläufige Goldäquivalentproduktion und eine um rund 20 % geringere Kupferproduktion. Zudem kann ein 7-13 %iger Anstieg der Gesamtförderkosten aufgrund der fehlenden Investitionen und den geänderten Minenplänen sowie dadurch geringer ausfallender Produktionsmengen nicht ausgeschlossen werden.

Im überarbeiteten Minenplan wurde die Abbaurate von rund 200.000 Tonnen pro Tag auf rund 120.000 bis 160.000 Tonnen pro Tag für den Rest des Jahres 2020 gesenkt. Durch die Reduzierung der Abbaurate konzentriere man sich verstärkt auf den Abbau in kostengünstigeren Bereichen, die sich in der mittleren und nördlichen Phase der Hauptgrube befinden. Da diese Gebiete näher an den Vorbrecher- und Abfalldeponien liegen, werden dadurch deutlich Kosten eingespart.

„Wir sind bestrebt, unseren Cashflow zu schützen und die Kosten angesichts des niedrigen und volatilen Kupferpreisumfeldes, in dem wir uns derzeit aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus befinden, zu minimieren“, sagte Gil Clausen, Präsident und CEO von Copper Mountain Mining und erklärte: „Wir haben unseren Minenplan überarbeitet, um unsere Cash-Marge zu schützen und zu erhöhen, so dass wir in der Lage sind, all unseren Verpflichtungen, entspannt nachzukommen und gleichzeitig mit den wichtigen Projekten, wie zum Beispiel der Installation der ‚Direktflotationsreaktoren‘, fortzufahren. Dieses Projekt erfordert einen nur sehr geringen Kapitalaufwand bei hoher Rendite, weshalb eine schnelle Rückzahlung möglich ist.“ Die Verschiebung der größeren Investitionen begründete Clausen damit, dass man erst wieder mehr Stabilität in den Märkten sehen wolle, die dann wieder höhere Kupferpreise zulassen würden.

Bis dahin sei der Betrieb gut positioniert, ohne dass mittel-, oder langfristig mit negativen Auswirkungen zu rechnen sei. Obwohl der umgesetzte Minenplan auch bei niedrigen Kupferpreisen längerfristig tragfähig sei, gehe man davon aus, dass diese Marktunsicherheit relativ kurzfristig anhalte. Alles in allem sehe man optimistisch in die Zukunft.

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