Mit einer Fachtagung zur frühkindlichen Bildung startete explorhino in der Aula der Hochschule Aalen in sein 10-jähriges Jubiläum. 180 pädagogische Fach- und Lehrkräfte feierten den Zusammenschluss der Kita-Netzwerke explorhino und Heidenheim sowie den Start der Kita-Qualitätsoffensive KiQ. In Workshops erlebten die Teilnehmenden, worin im Alltag überall Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) steckt.

Moderator Prof. Dr. Joachim Albrecht begrüßte Ministerialdirektor Michael Föll vom Kultusministerium und Michael Fritz, Vorstandsvorsitzender der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, bei der Fachtagung. Auch Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler überbrachte Geburtstagsgrüße der Stadt, die explorhino dieses Jahr mit zusätzlichen 150.000 Euro unterstützen wird. Anschließend diskutierten „Hausherr“ und Hochschulrektor Prof. Dr. Gerhard Schneider, Heinrich Michelbach, Schulleiter der Parkschule Essingen sowie die Leiterin des explorhino-Schülerlabors Dr. Susanne Garreis darüber, wie frühkindliche Bildung gelingen kann.

Föll stellte das „Gute Kita Gesetz“ vor. Durch diese Gelder des Bundes werde nicht nur das trägerübergreifende „Forum Frühkindliche Bildung“ finanziert, das den Übergang zur Schule und die Inklusion im Blick hat, sondern „es stehen Mittel zur Verfügung, die wir direkt in die Fachkräftequalifizierung und in die Freistellung für Leitungsaufgaben investieren können“, erklärte der Ministerialdirektor die Strategie des Kultusministeriums. Nahtlos daran schließt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Programm „Haus der kleinen Forscher“ zur Qualitätsentwicklung in Kitas an. „Die Welt verändert sich schneller als früher und anders als früher. Wir wollen den Kindern die Fähigkeit mitgeben, mit Veränderungen umgehen zu können“, sagte Fritz über die Motivation, die Qualitätsentwicklung in Kitas zu begleiten. Das explorhino sei als sehr aktives Netzwerk für die Umsetzung dieses Projektes prädestiniert und deshalb als eine von vier Pilotregionen in Deutschland zur Teilnahme ausgewählt worden.


Auf die Frage, wie explorhino sich zukünftig weiterentwickeln werde, betonte Garreis, dass die Reduktion auf elementare Erfahrungen sowie das händische, Emotionen weckende Forschen auch in den nächsten zehn Jahren trotz Einzug der Digitalisierung der Kern von explorhino bleiben werde. „So erfahren die Kinder ihr Können und ihre Wirkung – eine Stärke, die sie brauchen, um die kommenden Veränderungen mitzugestalten“, ist Garreis überzeugt. Hochschulrektor Schneider plädierte dafür, den Forschergeist schon früh in den Kindern zu wecken und frei zu lassen.

„Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen heute hier geboten werden!“, forderte Michelbach die Anwesenden auf. Dem leisteten die Teilnehmenden in den Workshops rund um das Thema Digitalisierung Folge. Untermauert wurden die Erfahrungen durch einen Vortrag von Verónica Oelsner, in dem die Referentin vom „Haus der kleinen Forscher“ die neuen Materialien zu „MINT ist überall“ vorstellte.

Im Rahmen des Fachtags gab es auch einen kleinen Festakt: Aus Heidenheim waren Bürgermeisterin Simone Maiwald und Bereichsleiter David Mittner gekommen, um mit der Hochschule den Zusammenschluss der beiden Netzwerke explorhino und Heidenheim zu einem großen Netzwerk Ostwürttemberg zu unterzeichnen.

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