Das in diesem Sommer gestartete Cluster-Projekt "Ökobilanzierung innovativer, biobasierter Verbundwerkstoffe im Bootsbau" soll die Zusammenarbeit der Arbeitsgruppe „Biologische Werkstoffe“ von Professor Dr.-Ing. Jörg Müssig am Bionik-Innovations-Centrum der Hochschule Bremen (HSB) mit dem Bremer Unternehmen GreenBoats stärken. Die Firma GreenBoats hat mit ihren innovativen Produkten aus biobasierten Werkstoffen, wie zum Beispiel der Segelyacht „GreenBente“, Stand‐Up‐paddle‐boards (SUP’s) oder kleineren Segel‐ und Motorbooten, bereits öffentliche Aufmerksamkeit erreicht und Preise gewonnen, unter anderen den Bremer Umweltpreis und den Biocomposites Award 2017.

Für Katharina Albrecht, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Biologische Werkstoffe tätig ist, stellt das Projekt eine klassische Win-Win-Situation dar: „Dem noch jungen Unternehmen sollen Einblicke in werkstoffwissenschaftliche Fragestellungen gewährt werden, um die Potentiale für die eigene Werkstoffe besser einschätzen zu können. Darüber hinaus sollen Prozesse in der Verarbeitung weiter optimiert werden, um diese noch nachhaltiger zu machen. Seitens der HSB können tiefere Einblicke in die Verarbeitungsprozesse biobasierter Werkstoffe gewonnen werden.“

Eine frühere erfolgreiche Zusammenarbeit der HSB und Greenboats erreichte bereits mediale Aufmerksamkeit: DW-TV, der öffentlich-rechtliche Auslandsfernsehsender der Deutschen Welle berichtete in seinem „Environment Magazine“ Eco@Africa über die Möglichkeiten der Verwendung von Naturfasern und anderen biobasierten Werkstoffen im Bereich des Bootsbaus. In dem Beitrag „Sailing the seven seas on flax and cork“ (abrufbar unter: https://www.dw.com/en/sailing-the-seven-seas-on-flax-and-cork/av-41967006) zeigen der Geschäftsführer der Bremer Werft GreenBoats, Friedrich Deimann, und Professor Dr.-Ing. Jörg Müssig, Möglichkeiten zum Einsatz nachwachsender Rohstoffe als Ersatz der üblichen Glasfaserverstärkten Kunststoffe auf.


„Wir sind überaus erfreut, dass unsere Forschung im Bereich biologischer und biobasierter Werkstoffe auf ein so großes Interesse stößt und hoffen, dass durch den Beitrag das Thema Nachhaltigkeit in der Werkstoffauswahl nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika Nachahmer findet.“, berichtet Professor Müssig.

„Unsere Erfahrung mit der Green Bente zeigt, dass innovative biobasierte Werkstoffe ein großes Potential im Bereich des Wassersports aufweisen“, sagt Friedrich Deimann. Jörg Müssig ergänzt: „die Zusammenarbeit mit GreenBoats ist für unsere Forschung an der HSB überaus spannend. Wir erhoffen uns durch die Zusammenarbeit, die Zukunft des Wassersports im Sinne der Nachhaltigkeit positiv beeinflussen zu können.“

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