Die Plattform richtet sich an Anbieter von Retail-Anwendungen. Anstatt Kameras, Rechenleistung und Storage selbst zu einer Gesamtlösung zusammenführen zu müssen, können sie auf einer einsatzbereiten technologischen Basis aufbauen und sich auf Prozesse, Benutzeroberflächen sowie die Integration in Warenwirtschafts- und Kassensysteme konzentrieren. Mit dem Planungstool Sizing Studio lässt sich bereits vor der Installation der ersten Lichtschiene bestimmen, welche Infrastruktur ein Store benötigt und wie sich das System später skalieren lässt.
Hardware für den Einsatz direkt über der Verkaufsfläche
Video-AI kann im Einzelhandel nur dann zuverlässig eingesetzt werden, wenn die Hardware auf die Bedingungen vor Ort abgestimmt ist. Die Beleuchtungs- und Kameramodule der vorgestellten Lösung lassen sich zu Lichtschienen mit einer Länge von bis zu zehn Metern kombinieren, nutzen eine gemeinsame Stromversorgung und Datenschnittstelle und ermöglichen es, die Kamerawinkel direkt vor Ort anzupassen. Für die Kundinnen und Kunden bleiben die Kameras dabei nahezu unsichtbar.
Jede Kamera verfügt über eine eigene NPU und kann grundlegende AI-Aufgaben bereits direkt am Erfassungspunkt vorverarbeiten. Für unterschiedliche Anwendungen stehen drei Module zur Verfügung:
Das Shelf-Modul verfügt über drei Kameras – zwei motorisierte Neigekameras und eine nach unten gerichtete Kamera. Es kann beispielsweise dazu eingesetzt werden, Regallücken zu erkennen, Nachfüllprozesse zu unterstützen und Planogramm-Prüfungen durchzuführen. Das Aisle-Modul nutzt zwei im 45-Grad-Winkel positionierte Kameras, um Kundenströme und Warteschlangen zu erfassen. Das 360°-Modul arbeitet mit einer zweifach motorisierten Kamera und ermöglicht unabhängig vom jeweiligen Store-Layout eine umfassende Abdeckung.
Das System wurde für einen führenden europäischen Einzelhändler entwickelt. Es steht nun für individuelle Kundenprojekte mit anderen Handelsunternehmen zur Verfügung und kann zusätzliche Kameraquellen integrieren.
Pyramid liefert sowohl den GPU-Server zur Verarbeitung der Videostreams als auch den Storage-Server, auf dem ARTESCA betrieben wird. Damit stammen die zentralen Hardwarekomponenten aus einer Hand. Pyramid verfügt über langjährige Erfahrung mit internationalen Retail-Anwendungen und entwickelt Systeme, die auf begrenzten Einbauraum, einfache Wartung und die Skalierung über zahlreiche Standorte hinweg ausgelegt sind.
„Händler sollten sich nicht mit einer Vielzahl unterschiedlicher Technologien beschäftigen müssen, um daraus einen wirtschaftlichen Mehrwert zu erzielen. Indem wir Kameras und Beleuchtung zusammenführen und sowohl die GPU- als auch die Storage-Server liefern, machen wir aus Video-AI eine Gesamtlösung, die sich in nahezu jedem Store installieren, betreiben und skalieren lässt“, sagt Ralf Steinemann, DIRECTOR OF SALES & MARKETING bei der Pyramid Computer GmbH.
Von der Aufnahme zur konkreten Aktion
In Verbindung mit AI können Videoaufnahmen genau die Fragen beantworten, die für Händler im täglichen Betrieb entscheidend sind: Ist ein Regal leer? Befindet sich Ware am falschen Platz? Verlässt ein Produkt den Self-Checkout-Bereich, ohne gescannt worden zu sein? Video Search and Summarization (VSS) ergänzt die Plattform um Vision-Language-Analysen von Livestreams und aufgezeichneten Videodaten, Echtzeitwarnungen sowie die Definition von Anwendungen in natürlicher Sprache. Alarmregeln lassen sich in Worten und Sätzen beschreiben, anstatt programmiert werden zu müssen. Ereignisse, Objekte oder Handlungen können direkt in den Aufzeichnungen identifiziert werden, ohne dass Mitarbeitende stundenlang Videomaterial manuell durchsuchen müssen.
Videodaten bleiben unter der Kontrolle des Händlers
Die Aufzeichnungen werden über die standardisierte S3-Schnittstelle in Scality ARTESCA gespeichert. Damit entfällt für Softwareanbieter die Notwendigkeit, eigene proprietäre Storage-Integrationen zu entwickeln. ARTESCA skaliert mit wachsenden Datenmengen und bietet Funktionen für Datenintegrität, Verschlüsselung und Aufbewahrungsrichtlinien. Gleichzeitig bleiben die Originalaufnahmen verfügbar, um Ereignisse nachzuvollziehen oder zurückliegende Vorfälle zu untersuchen.
Da sowohl die Aufzeichnung als auch die Videoanalyse direkt vor Ort erfolgen, bleiben die Videodaten unter der Kontrolle des Händlers. Das ist insbesondere in Europa ein wichtiger Aspekt, da Videoaufnahmen von Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitenden den jeweils geltenden Datenschutzbestimmungen unterliegen.
Erst planen, dann installieren und skalieren
Kein Store gleicht dem anderen. Deshalb verfügt die Plattform über ein eigenes Planungstool. Das Sizing Studio, das Bestandteil der Operator Console ist, ermittelt anhand der Verkaufsfläche, der Deckenhöhe und der ausgewählten Anwendungsfälle die für einen Store erforderliche Infrastruktur – von Kameras und Lichtschienen bis hin zu GPU-Servern und ARTESCA Storage.
Gleichzeitig zeigt das Sizing Studio, wie die einzelnen Ebenen der Plattform im Verhältnis zueinander skalieren. Lichtschienen lassen sich modular erweitern und zusätzliche Kameraquellen integrieren. Parallel dazu wächst die Kapazität der GPU-Server entsprechend der benötigten Analyseleistung, während ARTESCA mit dem zu archivierenden Datenvolumen skaliert.
Anbieter von Retail-Anwendungen können damit bereits aus einem ersten Kundengespräch einen konkreten Projektumfang und Ausbauplan ableiten – vom einzelnen Store bis zum Rollout über mehrere Standorte hinweg. Die vom Sizing Studio ermittelten Ergebnisse dienen als Planungswerte und sollten vor Ort überprüft werden.
Bewährter Weg von der Demonstration zum Kundenprojekt
Scality testet und dokumentiert Integrationen mit Partneranwendungen systematisch und unterstützt Softwareanbieter dabei, ihre Storage-Anbindungen zu validieren und an ARTESCA anzupassen. Dadurch lässt sich der Integrationsaufwand bereits reduzieren, bevor ein konkretes Kundenprojekt beginnt.
„Video-AI erzeugt enorme Datenmengen, die Händler lokal verfügbar, durchsuchbar und geschützt halten müssen. Mit ARTESCA erhalten Anwendungsanbieter eine standardisierte S3-Schnittstelle und einen direkten Weg in den Produktivbetrieb, ohne eine eigene Storage-Schicht entwickeln zu müssen“, sagt Stéphane Richard, PRODUCT DIRECTOR, TECHNICAL ALLIANCES bei Scality.
Live beim ScalityDay 2026
Pyramid Computer und Scality präsentieren die Demonstrationsumgebung am 8. Oktober 2026 beim ScalityDay im 3 Mazarium des Institut de France in Paris. Die Vorstellung findet im Rahmen der Session „Why VSS and ARTESCA+ meet PYRAMID“ statt.
Über Scality
Scality ist ein weltweit führender Anbieter softwaredefinierter Storage-Lösungen (SDS) für das AI-Zeitalter. Das Unternehmen entwickelt wegweisende Software für Dateninfrastrukturen in anspruchsvollen Enterprise-Storage-Umgebungen, die mit enormen AI-Workloads, Cyberbedrohungen und schnell wachsenden Datenmengen umgehen müssen.
Mit seinen Kernprodukten Scality ADI, ARTESCA und RING ermöglicht Scality weltweit tätigen Unternehmen und öffentlichen Organisationen, Performance, Datenschutz und souveräne Kontrolle über den gesamten Datenlebenszyklus hinweg nahtlos zu skalieren – ohne zusätzliche operative Risiken oder neue Datensilos zu schaffen.
Weitere Informationen unter www.scality.com.
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Scality
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Die Pyramid Computer GmbH mit Hauptsitz in Freiburg im Breisgau entwickelt und fertigt standardisierte sowie maßgeschneiderte Server-, Storage- und KI-Infrastrukturlösungen für anspruchsvolle Anforderungen in moderner IT-Umgebungen.
Das Portfolio reicht von leistungsstarken Plattformen für klassische Rechenzentrumsanwendungen, über KI-optimierte Systeme, bis hin zu individuell konfigurierten Lösungen für datenintensive Workloads.
Mit über 40 Jahren Erfahrung in der Hightech-Branche und mehr als 200 Mitarbeitenden verbindet Pyramid die Agilität und Innovationskraft eines mittelständischen europäischen Herstellers mit der Stabilität, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit eines etablierten Technologieunternehmens.
Als europäischer Anbieter steht Pyramid für digitale Souveränität, höchste Qualitätsstandards, Compliance und langfristige Partnerschaften. So entstehen zukunftssichere IT- und KI-Infrastrukturen, die Unternehmen mehr Kontrolle über ihre Daten und Innovationsfähigkeit ermöglichen und Abhängigkeiten von Technologien globaler Anbieter reduzieren.
Souveränität beginnt bei der Hardware – deshalb entwickeln wir Ihre optimale IT-Lösung in Freiburg und fertigen an unseren Produktionsstandorten in Ettlingen, Ichtershausen oder Witzenhausen. Alles aus einer Hand und Made in Germany!
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