Wenn ein Unternehmen mehrere Produktionsstandorte betreibt, endet die interne Logistik nicht am Werkstor. Rohstoffe, Halbfabrikate, Ersatzteile, Werkzeuge, Ladungsträger oder andere Materialien wechseln regelmäßig zwischen Werken. Für Logistik- und Produktionsverantwortliche entsteht dabei eine entscheidende Frage: Wo befindet sich das Material zwischen Auslagerung in Werk A und Einlagerung in Werk B?

Gerade mittelständische und größere Industrieunternehmen benötigen deshalb mehr als eine reine Transportdokumentation. Lagerbewegung und Werk-zu-Werk-Transport müssen zusammenpassen. COSYS verzahnt dafür Lagerverwaltung und innerbetrieblichen Transport (IBT), sodass Bestände, Transportaufträge und Übergaben digital dokumentiert werden können.

Wenn aus einer Lagerbewegung ein Transport wird

Ein Produktionsunternehmen betreibt beispielsweise zwei Werke. Werk A fertigt Komponenten, die in Werk B für die Endmontage benötigt werden. Dort steigt der Bedarf kurzfristig und 15 Behälter mit Bauteilen müssen zusätzlich bereitgestellt werden.

Mit der COSYS Lagerverwaltungsoftware lässt sich zunächst die Entnahme beziehungsweise Auslagerung im Quelllager erfassen. Die benötigten Materialien werden eindeutig identifiziert und der Bestand entsprechend gebucht. Für die anschließende Bewegung zum zweiten Standort kommt COSYS IBT ins Spiel.

Der Transportauftrag enthält unter anderem Start, Ziel und die für den Transport relevanten Informationen. Dadurch entsteht kein Informationsbruch zwischen Lager und Transport. Nach Ankunft im zweiten Werk können die Materialien wieder in den dortigen Lagerprozess übernommen werden.

Das ist besonders relevant, wenn nicht nur einzelne Pakete, sondern Behälter, Paletten oder größere Materialmengen zwischen Produktionsstandorten zirkulieren.

Mobile Scans schaffen eindeutige Übergabepunkte

Für die mobile Erfassung können professionelle MDE-Geräte eingesetzt werden. Ein Beispiel ist der Zebra TC501, mit dem Mitarbeiter Barcodes direkt an Material, Behältern oder Lagerplätzen erfassen können.

Entscheidend ist dabei weniger der einzelne Scan als dessen Einbindung in den Gesamtprozess. Wird Material in Werk A für den Transport bereitgestellt, lässt sich der Vorgang digital dokumentieren. Weitere Scans markieren definierte Übergabepunkte und die Ankunft am Zielstandort.

Bei Rückfragen müssen Ihre Mitarbeiter damit nicht rekonstruieren, ob ein Behälter noch im Ausgangslager steht, bereits übergeben wurde oder am Ziel angekommen ist. Die physische Materialbewegung erhält eine digitale Historie.

Ausgabeautomaten schließen Lücken bei der Bereitstellung

Nicht jeder Werk-zu-Werk-Transport endet direkt an einem besetzten Lagerplatz. Besonders Ersatzteile, Werkzeuge oder kleinere Betriebsmittel können außerhalb regulärer Ausgabezeiten am Zielstandort benötigt werden.

Hier lassen sich Ausgabeautomaten in den Prozess integrieren. Nach der Ankunft wird das Material einem geeigneten Fach zugewiesen und für berechtigte Mitarbeiter bereitgestellt. Einlagerung und Entnahme werden dokumentiert.

Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Werk A ein dringend benötigtes Ersatzteil an Werk B sendet, dort aber die zuständige Materialausgabe während der Nachtschicht nicht besetzt ist. Statt bis zum nächsten Morgen zu warten, kann das Ersatzteil kontrolliert bereitgestellt und von der Instandhaltung selbstständig entnommen werden.

Business Intelligence betrachtet das gesamte Werksnetz

Mit der digitalen Dokumentation entstehen gleichzeitig Prozessdaten, die über den Status einzelner Transporte hinausgehen. COSYS Business Intelligence kann beispielsweise Transportmengen, Durchlaufzeiten, Auftragsvolumen und wiederkehrende Belastungsspitzen zwischen Standorten sichtbar machen.

Damit können Sie untersuchen, zwischen welchen Werken besonders viele Materialbewegungen stattfinden oder auf welchen Relationen Transporte regelmäßig länger dauern.

Auch Lagerdaten werden in diesem Zusammenhang wertvoll. Häufen sich beispielsweise kurzfristige Umlagerungen eines bestimmten Artikels von Werk A nach Werk B, kann das auf eine strukturelle Diskrepanz zwischen Beständen und tatsächlichem Materialbedarf hindeuten.

Process Mining findet Brüche zwischen Lager und Transport

Process Mining geht noch einen Schritt weiter und betrachtet die tatsächlichen Prozessabläufe anhand der erfassten Daten.

So kann sichtbar werden, dass Materialien in Werk A zwar schnell kommissioniert und bereitgestellt werden, anschließend aber regelmäßig lange auf die Übernahme für den Werktransport warten. An anderer Stelle kann die physische Lieferung bereits Werk B erreicht haben, während die Einlagerung erst deutlich später erfolgt.

Für Supply-Chain-, Logistik- und Produktionsverantwortliche werden damit gerade die Übergänge sichtbar, die bei einer getrennten Betrachtung von Lager und Transport leicht übersehen werden.

Lagerverwaltung und IBT gemeinsam denken

Genau darin liegt der Vorteil des modularen COSYS Ansatzes. Lagerverwaltung und IBT bilden keine isolierten Prozesse, sondern können entlang des tatsächlichen Materialflusses miteinander verzahnt werden. Ausgabeautomaten, Business Intelligence und Process Mining erweitern diese Datenbasis.

COSYS stellt dafür neben den Softwaremodulen auch geeignete MDE-Hardware wie den Zebra TC501 sowie Geräteservices, Implementierung und Support bereit. Unternehmen können dadurch bestehende Prozesse schrittweise digitalisieren und die Lösung bei wachsenden Anforderungen erweitern.

Für Unternehmen mit mehreren Produktionsstandorten entsteht so Transparenz über einen Bereich, der häufig zwischen klassischen Lager- und Transportprozessen liegt: den Materialfluss vom Bestand in Werk A über den Transport bis zum Bestand beziehungsweise Verbrauch in Werk B.

Werk-zu-Werk-Transporte mit COSYS testen

Sie möchten Lagerbewegungen und Transporte zwischen Ihren Produktionsstandorten digital abbilden? Laden Sie die kostenlosen COSYS Demo-Apps im Google Play Store oder Apple App Store herunter und testen Sie die mobilen Prozesse unverbindlich. Für eine individuelle Lösung aus COSYS Lagerverwaltung, IBT, Ausgabeautomaten und Prozessanalyse erreichen Sie COSYS unter vertrieb@cosys.de oder +49 5062 900 0.

Über die Cosys Ident GmbH

Die COSYS Ident GmbH mit Sitz in Grasdorf (bei Hildesheim) besteht seit knapp 40 Jahren und ist eines der führenden Systemhäuser im Bereich mobiler Datenerfassungslösungen für Android und Windows. Ein mittelständisches Unternehmen, das seit 1982 die Entwicklung von Identifikationssystemen vorantreibt und heute branchenspezifische Komplettlösungen für nahezu alle gängigen Geschäftsprozesse anbietet. Vom Prozessdesign und der Konzepterstellung, über die Implementierung der Hard- und Software bis hin zum Projektmanagement und maßgeschneiderten Wartungsverträgen, decken wir das komplette Leistungsspektrum der Systementwicklung, Integration und Betreuung ab. Des Weiteren bietet COSYS einen Reparaturservice, WLAN-Funkvermessung, sowie Lösungen für die Bauteil-Rückverfolgung mittels DPM-Codes.

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