Auf einen Blick

  • Starkes Fundament für weiteres Wachstum: Fusion Bionic sichert sich insgesamt 8,2 Millionen Euro, bestehend aus einer Seed-Finanzierungsrunde angeführt von Stream Capital, TGFS, MBG und SBG sowie aus zwei neuen industriellen Großprojekten.
  • Strategischer Meilenstein im Maschinenbau: Laufende Kundenprojekte in Asien und die Zusammenarbeit mit MOL Solutions Inc. treiben die Überführung der DLIP-Technologie in industrielle Systemlösungen voran.
  • Skalierung in der Solarindustrie: Zwei Großprojekte werden die laserbasierte Funktionalisierung von Solarglas erschließen, mit Fokus auf Anti-Soiling, Anti-Glare, höhere Lichtdurchlässigkeit und industrieller Inline-Qualitätssicherung.

Das Dresdner High-Tech-Unternehmen Fusion Bionic bereitet seine Lasertechnologie auf den Einsatz in globalen Massenmärkten vor. Das Startup gilt als Pionier für nachhaltige Oberflächenfunktionalisierung nach dem Vorbild der Natur und sichert sich für seinen nächsten Wachstumsschritt ein Gesamtvolumen von 8,2 Millionen Euro.

Den Kern bildet eine jüngst abgeschlossene Seed-Finanzierungsrunde über 5,8 Millionen Euro angeführt von Stream Capital, dem TGFS-Technologiegründerfonds Sachsen (TGFS), der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Sachsen (MBG) sowie der (SBG) – Sächsische Beteiligungsgesellschaft, die ebenfalls in erheblichem Umfang mit dem Fonds Innovationskapital Sachsen (RIG) beigetragen hat. Mit dem Kapital beschleunigt Fusion Bionic den Ausbau vom Technologieanbieter zum Anbieter industrieller Maschinenlösungen. Weitere 2,4 Millionen Euro werden über zwei industrielle Großprojekte fließen, in denen die bio-inspirierte Lasertechnologie in großflächige Anwendungen und praxisnahe Maschinenlösungen überführt wird.

Evolutionäre Oberflächen im industriellen Zeitraffer

Produktoberflächen müssen heute weit mehr leisten als nur gut auszusehen: Sie sollen sich selbst reinigen, Licht besser einkoppeln, Wärme gezielt leiten oder Reibung reduzieren. Bislang werden solche Funktionen häufig über zusätzliche Beschichtungen oder chemische Ätzprozesse erzeugt.

Fusion Bionic setzt auf einen anderen Ansatz. Das Dresdner Unternehmen überträgt Funktionsprinzipien aus der Natur direkt auf technische Oberflächen – etwa inspiriert vom Lotusblatt, der Haifischhaut oder dem Mottenauge. Grundlage ist, die eigens weiterentwickelte Direkte Laserinterferenzstrukturierung, englisch Direct Laser Interference Patterning, kurz DLIP. Die Technologie bringt bioinspirierte Mikro- und Nanostrukturen direkt in die Materialoberfläche ein und macht sie für industrielle Anwendungen skalierbar – von PV-Gläsern über Mikrochips bis hin zu Consumer-Produkten. Damit schafft Fusion Bionic die Grundlage für funktionale Oberflächen, die ohne zusätzliche Beschichtungen oder nasschemische Prozesse auskommen und zugleich für die Massenproduktion geeignet sind.

Vom Modul zur Systemlösung: DLIP-Technologie skaliert für den globalen Massenmarkt

Während laserbasiertes Schneiden, Bohren und Schweißen längst feste Bestandteile industrieller Produktionslinien sind, blieb die optische Oberflächenfunktionalisierung im Submikrometerbereich – insbesondere auf großen Flächen – bislang weitgehend im F&E-Stadium. Der Grund dafür lag im Spannungsfeld aus Durchsatz und Präzision: Hochpräzise laserbasierte Funktionsstrukturen ließen sich bisher nicht mit der für industrielle Großflächenanwendungen erforderlichen Geschwindigkeit realisieren.

Fusion Bionic adressiert genau diesen zentralen Engpass. Mit dem Schritt von der Komponentenentwicklung hin zu industriellen Maschinenlösungen bietet das Unternehmen künftig schlüsselfertige Systemlösungen an. Diese kombinieren eine präzise aufeinander abgestimmte Prozessinfrastruktur mit integrierter Inline-Qualitätssicherung. Im Rahmen laufender Kundenprojekte in Asien treibt Fusion Bionic die Überführung seiner DLIP-Technologie in industrielle Systemlösungen weiter voran – unter anderem für Anwendungen in der Consumer-Electronics-Branche. Zur Unterstützung des weiteren Marktausbaus in Asien arbeitet das Unternehmen zudem mit dem japanischen Partner MOL Solutions Inc. zusammen.

„Für uns ist das ein wichtiger Schritt in Richtung industrieller Massenmärkte“, sagt Dr. Tim Kunze, CEO von Fusion Bionic. „Mit dem Investment schaffen wir die Grundlage, unsere Technologie konsequent in Anwendungen wie Halbleiter-technologien und großflächige Photovoltaik zu überführen. Funktionale Laseroberflächen gewinnen weltweit an Bedeutung – und wir wollen diese Entwicklung mit unserer Technologie entscheidend mitgestalten.“

Unterstützt wird dieser Wachstumskurs von Investorenseite.

"Fusion Bionic ist ein Paradebeispiel für die nächste Generation der Lasertechnologie. Das Team verbindet technologische Exzellenz mit einem klaren Blick für industrielle Anwendungen. Besonders in Massenmärkten wie der Halbleiterindustrie eröffnet die Technologie von Fusion Bionic Lösungen für Herausforderungen, bei denen konventionelle Verfahren an ihre Grenzen stoßen“, erklärt Raymond Chen, Chairman of the Board von Stream Capital.

Paul Eppinger, Investment Manager bei TGFS ergänzt: "Als Investor der ersten Stunde freuen wir uns sehr über diesen Wachstumsschritt von Fusion Bionic. Das Team konnte mit seiner Technologie bereits zahlreiche Global Player und nun auch einen internationalen Investor überzeugen, der neben seinem Investment auch einen hohen strategischen Mehrwert einbringt. Dies war die Grundlage für das Folgeinvestment des TGFS in Verbindung mit dem Programm „Innovationskapital Sachsen“, womit der weitere Weg hin zu einem Maschinenbau-Champion "Made in Saxony" geebnet werden soll." 

„Mit unserer Beteiligung über „Innovationskapital Sachsen“ wollen wir gezielt zukunftsweisende Geschäftsmodelle wie das von Fusion Bionic stärken, beim Übergang in die Skalierungsphase unterstützen und den Innovationsstandort Sachsen weiter voranbringen.“, ergänzt Frank Däderich, Beteiligungsmanager der SBG.

Skalierung für den Zukunftsmarkt Solarenergie

Ein besonderer Fokus der nächsten Entwicklungsphase liegt auf der Photovoltaik. Fusion Bionic wird eine Pilotlinie zur laserbasierten Anti-Soiling-Funktionalisierung von Solarglas realisieren. Parallel dazu soll die Entwicklung hocheffizienter Anti-Glare-Oberflächen für Photovoltaik-Anwendungen starten. Die entstehenden Glasoberflächen sollen eine deutlich reduzierte Blendwirkung und eine erhöhte Lichtdurchlässigkeit kombinieren. Für Partner in der Solar- und Glasindustrie entstehen durch beide Initiativen neue Ansätze, um Betriebskosten zu senken und die Energieausbeute von Solaranwendungen zu steigern.

Über die Fusion Bionic GmbH

Die Fusion Bionic GmbH wurde 2021 in Dresden gegründet und ist auf die industrielle Oberflächenfunktionalisierung mittels DLIP-Technologie spezialisiert. Als Spin-off des Fraunhofer IWS entwickelt das Unternehmen modulare Lasersysteme und Prozesslösungen für Branchen wie Glas, Halbleiter, Photovoltaik, Automotive und Consumer Electronics. Fusion Bionic überträgt bioinspirierte Mikro- und Nanostrukturen direkt auf technische Oberflächen und verbindet dabei wissenschaftliche Präzision mit industrieller Skalierbarkeit.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Fusion Bionic GmbH
Löbtauer Straße 69
01159 Dresden
Telefon: +49 (351) 16097989
http://www.fusionbionic.com

Ansprechpartner:
Monja Winkel
Marketing Associate
Telefon: 035120870651
E-Mail: communications@fusionbionic.com
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