Am 22. März 2026 wird die Handwerkskammer Freiburg auf den Tag genau 125 Jahre alt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1901 begleitet sie die Handwerksbetriebe in Südbaden durch wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Umbrüche. Was damals mit der Einführung einer demokratisch legitimierten Selbstverwaltung begann, ist bis heute das Fundament der Kammerarbeit: das Ehrenamt, die Nähe zur Praxis und der Schulterschluss für eine starke Gemeinschaft im Handwerk.

Seit der Gründung auf Grundlage der badischen Handwerksordnung am 22. März 1901 ist die Handwerkskammer Freiburg die institutionelle Interessenvertretung des südbadischen Handwerks. Mit der ersten Vollversammlung aus ehrenamtlich tätigen Handwerkern erhielt die Selbstverwaltung ein demokratisch legitimiertes Fundament. Von Beginn an ging es darum, Qualität zu sichern, Ausbildung zu ordnen und dem Handwerk eine gemeinsame Stimme zu geben.

Krisen, Umbrüche und Neubeginn

Die Geschichte der Kammer ist eng mit den Zäsuren des 20. Jahrhunderts verbunden. Nach dem Ersten Weltkrieg unterstützte sie Betriebe bei der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit, verlor 1933 im Zuge der nationalsozialistischen Gleichschaltung ihre Autonomie und erlebte 1944 die vollständige Zerstörung ihres Gebäudes in der Freiburger Bombennacht. Mit der Handwerksordnung von 1953 wurde die Selbstverwaltung neu begründet – ein Meilenstein, der der Kammer ihre zentralen hoheitlichen Aufgaben zurückgab und den Neuanfang nach dem Wiederaufbau markierte.

Investitionen in Bildung und Service für die Betriebe

In den Jahrzehnten danach baute die Handwerkskammer Freiburg insbesondere die berufliche Bildung konsequent aus. Überbetriebliche Werkstätten und Berufsbildungszentren in Freiburg, Offenburg, Lahr und Schopfheim stehen bis heute für moderne Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung. Parallel dazu entwickelte sich ein breites Beratungs- und Serviceangebot – von Betriebswirtschaft und Recht über Existenzgründung bis hin zu aktuellen Themen wie Digitalisierung, Energie- und Klimawende.

Verlässlicher Partner – auch in Ausnahmesituationen

Auch in jüngster Zeit zeigte sich die Bedeutung einer starken Kammer: Während der Corona-Pandemie wurde die Handwerkskammer Freiburg zur zentralen Anlaufstelle für Kurzarbeit, rechtliche Fragen und Soforthilfen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter prüften Anträge und berieten Betriebe mit außergewöhnlichem Einsatz an sieben Tagen pro Woche.

„125 Jahre Handwerkskammer Freiburg stehen für 125 Jahre Verantwortung, Zusammenhalt und Selbstverwaltung“, sagt Kammerpräsident Christof Burger. „Unsere Kammer ist aus dem Handwerk heraus entstanden – und sie arbeitet bis heute für das Handwerk. Dieses Prinzip der gelebten Eigenverantwortung ist aktueller denn je.“

Starke Gemeinschaft

Mit Blick nach vorn ergänzt Burger: „Die Herausforderungen haben sich verändert, sie sind aber nicht kleiner geworden. Fachkräftemangel, Transformation, Digitalisierung oder Klimaschutz verlangen nach praxisnahen Lösungen. Als Handwerkskammer wollen wir auch in Zukunft verlässlicher Partner, starke Stimme und Plattform für den Austausch im südbadischen Handwerk sein.“

Mit dem Jubiläum blickt die Handwerkskammer Freiburg nicht nur stolz auf ihre Geschichte zurück, sondern unterstreicht ihren Anspruch, das Handwerk auch in den kommenden Jahrzehnten aktiv zu begleiten – getragen von Ehrenamt, Selbstverwaltung und der Kraft einer starken Gemeinschaft.

 

Über Handwerkskammer Freiburg

Die Handwerkskammer Freiburg ist Dienstleister und Ansprechpartner für fast 16.000 Handwerksbetriebe mit mehr als 100.000 Beschäftigten und rund 6.500 Auszubildenden in den Landkreisen Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach sowie dem Stadtkreis Freiburg. Die Mitgliedsbetriebe in Südbaden generierten im Jahr 2023 einen Umsatz von mehr als 10 Milliarden Euro.

Neben den staatlichen Pflichtaufgaben in Ausbildung, Prüfungswesen und Handwerksrolle übernimmt die Handwerkskammer Freiburg zahlreiche weitere Aufgaben. Sie unterhält moderne Be­ra­tungs- und Bil­dungs­zent­ren, in denen sie ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Service bietet: berufliche Bildungsangebote, Nachwuchswerbung, Rechtsberatung sowie Beratung in den Bereichen „Betriebswirtschaft“, „Betriebsübergabe und – übernahme“, „Innovation“, „Umwelt“, „Außenwirtschaft“, „Fachkräftesicherung“, „Organisationsentwicklung“ und „Digitalisierung“. Daneben unterstützt sie Existenzgründer und fördert das Handwerk vor Ort.

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