Gerade in den Metropolen sind Motorroller eine prima Alternative für die flotte, unkomplizierte Fahrt von A nach B – Scooter zur schnellen Ausleihe sind dementsprechend beliebt. Gilt das auch im Winter? Zu kalt, zu gefährlich – gerade für den ungeübten Fahrer? Mit der richtigen Vorbereitung kein Problem, sagen die TÜV SÜD-Experten. Praxistipps fürs Fahren mit dem Motorroller im Winter.

Verstopfte Straße – aus Glätteangst, stehende S-Bahnen, wegen eingefrorener Weichen, und die U-Bahn kommt nicht: Betriebsstörung! Bei Minusgraden ist die Mobilität in den Metropolen meist mau. Die Alternative: der Motorroller, auch zum Ausleihen. Das passende Fahrzeug ist schnell gefunden: Wo der nächste Scooter steht, weiß das Smartphone; gebucht und bezahlt wird auch damit. Aber wie sieht es mit der Sicherheit bei winterlichen Straßenverhältnissen aus? Eine Frage, die sich sicher gerade ungeübte Fahrer stellen. Schließlich kann man die 50-er auch mit dem Autoführerschein fahren. Dazu Lars Krause, Motorradexperte von TÜV SÜD: „Roller fahren im Winter ist mit der richtigen Vorbereitung und der passenden Kleidung kein Problem. Bei Schnee und Eis sollte man solche Zweirad-Touren allerdings vermeiden.“

Haften: Gerade im Winter ist es wichtig, einen genauen Blick auf die Reifen zu werfen. Die vier wichtigsten Checkpunkte sind schnell erledigt: Das Profil sollte mindestens einen Millimeter haben. Die Reifen dürfen nicht beschädigt sein, das gilt besonders auch für die Seitenwände. Auch die Felgen genau anschauen – Bordsteintreffer hinterlassen Spuren auf beiden: Reifen und Felgen. Besteht nur der geringste Verdacht, ein Reifen hätte zu wenig Druck, zur nächstgelegenen Tankstelle fahren und den Luftdruck prüfen! Die Werte stehen in der Betriebsanleitung (unter dem Sitz). Wer unsicher ist, sollte beim Vermieter nachfragen.

Üben: Neben Glätte, das größte Sicherheitsrisiko beim Rollerfahren auf winterlichen Straßen: ein ungeübter Fahrer. Faustregel fürs Zweiradfahren: nicht ohne Training. Gerade wenn man wie für die Roller mit 50 ccm Hubraum noch nicht einmal ein spezielles Training mit Fahrstunden hatte, sollte man auf jeden Fall auf bekanntem, wenig befahrenem Terrain üben. „Bremsen, Kurven fahren, ausweichen. Rollerfahren hat nichts mit Radeln zu tun“, betont Krause. Ein Roller hat mit 100 bis 130 Kilogramm einfach wesentlich mehr Masse, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Dynamik.“ Gerade wenn die Straßen glitschig sind, muss Bremsen gekonnt sein. Wer vorne zu stark bremst, kann wegrutschen, wer nur hinten verzögert, fährt mangels ausreichender Wirkung auf. Fürs Umfahren von Hindernissen gilt: bremsen, Griffe lösen und umfahren, dann wieder bremsen. Dazu Krause: „Nur die wenigsten der kleinen Roller haben ABS. Bremsen und ausweichen müssen deswegen besonders geübt sein.

Lesen: Erfahrung braucht es besonders im Winter auch fürs Lesen der Straße. „Selbst kleinste glatte Stellen führen schnell zum Sturz“, sagt der TÜV SÜD-Motorradexperte. Besonders glättegefährdete Bereiche in der Stadt sind Kreuzungen und Ampeln, weil dort häufig Schnee von Fahrzeugen fällt, der vom nachfahrenden Verkehr platt und zu Eis gefahren wird. Kanaldeckel sollten ein besonderer Hingucker für Zweiradfahrer sein. Wegen fehlender Bodenwärme bildet sich dort schneller Eis. Rutschig sind die Metalldeckel bekanntermaßen auch schon, wenn sie nur nass sind. Geht es raus aus dem Zentrum, besonders auf Brücken mit mehr Glätte rechnen. Hat es zuvor viel geschneit, drohen Schneeverwehungen und gefrorenes Tauwasser aus Schneehaufen die Rutschpartie einzuleiten.  

Anziehen: Bei den Klamotten ist Vorbereitung angesagt. Beim Stadtbummel im Wollmantel und mit Fäustlingen spontan eine Rollertour machen – das ist keine gute Idee. Fäustlinge taugen nicht für die Bedienung der Lenkerarmaturen. Die Kleidung sollte Protektoren haben und Abriebschutz bieten.
Ist es richtig kalt, sorgen Beinschutzdecken für ausreichend Wärme.

Aufsetzen: Für Roller besteht Helmpflicht. Wird ein Helm mit angeboten, auf jeden Fall die Größe checken und sichergehen, dass das Modell nach ECE R 22/05 geprüft ist. Der Helm muss mit dem entsprechenden Label gekennzeichnet sein. Eine eigene Kopfsocke sorgt für hygienische Verhältnisse. Besser ist es allerdings, einen eigenen Helm zu verwenden.

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Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein gegründet, ist TÜV SÜD heute ein weltweit tätiges Unternehmen. Mehr als 24.000 Mitarbeiter sorgen an über 1.000 Standorten in rund 50 Ländern für die Optimierung von Technik, Systemen und Know-how. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag dazu, technische Innovationen wie Industrie 4.0, autonomes Fahren oder Erneuerbare Energien sicher und zuverlässig zu machen. www.tuev-sued.de

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